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Reading N-1, eine simple articulated

Es gibt Dinge, die sofort Begeisterung auslösen!

 
Ein Bild, das mich auf den ersten Blick begeisterte, eine schwere Lok der Reading Railroad, eine Mallet mit der Achsfolge 2-8-8-2 mit sehr großen Frontzylindern, das Abbild eines Mammuts möchte man meinen. Sowas noch in der Sammlung haben? Nein, diese Lok ist nicht als Modell verfügbar. Aber der Hinweis meines Freundes Johannes, da gibt es doch die simple articulated. Version dieser Lok – und wenn auch die Frontzylinder nicht mehr ganz so gewaltig aussahen, dieses Bild des Modells der umgebauten Lok begeisterte mich fast noch mehr!

Und jetzt muss ich nur noch die Genehmigung für wenigstens eines dieser Bilder vom Vorbild einholen.
 
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Das ist mir leider für gute Bilder noch nicht gelungen, deshalb habe ich hier ein Bild von der Website Modeling the Reading Company verlinkt, auf der Sie im ersten Bild des Artikels diese Lok sogar im ursprünglichen Bauzustand von 1917 als Mallet sehen können.
 
Reading N-1 articulated, ein Modell von Custom Brass, hergestellt von Daiyoung in Südkorea  
Was für eine interessante, ja ungewöhnliche Konstruktion mit den mächtigen Dampfleitungen außen am Kessel entlang! Dazu die Luftpumpen, man könnte sagen, beinahe schon wieder eine gefällige Konstruktion, eine interessante auf alle Fälle!
 
 
Auch wenn der Umbau dieser Loks vom Mallet-Verbundsystem zu einer simple articulated. erst ab dem Jahr 1930 erfolgte und damit da Modell nicht in meine 1900er Modellbahnära passt, ich wollte dieses Modell haben und mit ein bisschen Glück habe ich eins gefunden.

Damit ich es nicht vergesse, das Modell wurde von Daiyoung in Südkorea gebaut und durch Custom Brass importiert. Vielleicht interessiert dies den einen oder anderen Leser.
 
Eine ausgesprochen gute Detailverarbeitung, wenn auch mit kleinen Mängeln. Aber das gibt's bei jedem Brass-Modells.  
Hier im Bild noch einmal die Frontpartie des Modells, sieht diese nicht beeindruckend aus?

Auch wenn es nicht direkt zu meiner favorisierten Zeit passt, dieses Modell sollte doch schnellstmöglich eine Digitalisierung bekommen, zumal es ganz ausgezeichnet fährt! Ein auf Anhieb so ruhig laufendes Modell mit acht angetriebenen Achsen habe ich noch nicht erlebt, geschweige denn besessen. Schauen Sie das Video mit einem ersten kurzen Probelauf, läuft die Lok nicht fantastisch?
 

 
Haben Sie auch gesehen, wie sauber das Modell die Weiche mit einem Radius von 850 mm (32 Zoll) nimmt?

Doch wie es so ist, ein Messingmodell ohne jede Beschädigung habe ich noch nicht erlebt!
 

 
Kaum in die Hände genommen, hier und da ein bisschen versucht zu “wackeln” und schon hat man das eine oder andere Teil in der Hand, hier ist es der Injektor unterm Führerhaus. Warum gelingt es mir, solche Dinge dann doch dauerhaft zu korrigieren? Gut, ich baue solche Modelle nicht in Serie und repariere schon gar nicht unter Zeitdruck.

Mit dem nachfolgenden Teil, einem Tritt an der Rauchkammer das gleiche Spiel. Ok, einer war vereinbarungsgemäß vom Verkäufer lose mitgeliefert worden, der zweite war jedoch ebenfalls kurz vorm “Abstürzen”. Hier habe ich dann aber eine konstruktive Veränderung vorgenommen, denn diese Tritte nur mit einer kurzen schmalen Kante an der Rauchkammerfront anzulöten, das kann auf Dauer nicht gutgehen, selbst wenn ich es ebenso reparieren würde.
 

 
So sieht die Änderung aus, die nun wohl auf Dauer halten sollte! Allerdings muss gesagt werden, dass beim Vorbild die Tritte mit Sicherheit wohl auch auf Winkeleisen montiert waren, denn wie sonst hätten diese an der Rauchkammerfront befestigt werden sollen?

Damit muss das Modell zwar erst einmal einen Platz in der Vitrine einnehmen, aber die Bearbeitung, wohl hauptsächlich nur die Digitalisierung, steht unmittelbar an! Doch in der Zwischenzeit habe ich mich auch schon einmal um einen Caboose bemüht, da gab es glücklicherweise gleich mehrere Angebote, vom Industriemodell bis hin zu Messing.
 
Und um die Lok zu komplettieren ist nun auch der passende Caboose hinzugekommen, ein caboose der class NMi, so wenigstens nach dem Klassifizierungsschema der Reading.  
Ich habe mich für ein Messingmodell entschieden, denn da waren gleich mehrere Varianten zu finden, wobei mir dieser der class NMis am besten in die Zeit nach 1930 zu passen schien. Und da diesen ganz kürzlich der Postbote geliefert hat, hier dann auch gleich ein Bild von Lok und Caboose. Details der Bearbeitung wird es dann natürlich in einem eigenen Beitrag geben.

Doch die Bearbeitung startet, natürlich mit einem Blick ins Innenleben, …
 
Ein Blick ins Innenleben, ganz offensichtlich sehr solide verarbeitet - und jede Menge Platz für zusätzliches Blei!  
… und das sieht ganz ordentlich verarbeitet aus. Einzig die gehärtete Schlauchverbindung von Motor zum hinteren Getriebe sollte wohl ersetzt werden. Aber dann doch zwei nicht ganz unwichtige Erkenntnisse: Zum einen ist noch genügend Platz für zusätzliches Blei und zum anderen kann ich einen vernünftigen Lautsprecher vorn in der Rauchkammer unterbringen! Ob ich auch den Decoder in der Feuerbüchse der Lok einbauen werde, das wird allerdings noch zu entscheiden sein.

Aber zuvor sind ein doch noch ein paar Änderungen notwendig!
 

 
Und das beginnt mit der Tenderbrücke, die zwar vorhanden ist, was bei älteren Modellen so schon ganz selten realisiert ist, aber muss sie dann auch noch so kurz sein, dass sie selbst bei dem nun eng gekuppelten Tender nach unten durchfällt? Hilft nichts, da musste eine neue, breitere her, die auch aufliegt und zudem ein bisschen gewölbt ist.

Das nächste kleine Problem. Jedes Mal, wenn man die Lok in die Hand nahm oder auf’s Gleis aufgesetzt wurde, waren die beiden Teleskoprohre für die Niederdruckzylinder am Fronttriebwerk, was beim seitlichen Ausschwenken schon mal vorkommen kann. Schlimm, wenn man keine Obacht hat und das Modell dann so fahren lässt.
 
Noch ein kleines Problem, beim starken Ausschwenken des vorderen Triebwerks rutscht die Teleskopverbindung der Dampfleitung am vorderen Niederdruckzylinder  auseinander.  
Da hilft nur eine behutsame Verlängerung des Innenrohrs, ohne dass das Ausschwenken des Frontantriebs eingeschränkt wird.  
Es gab keine andere, aber auch keine einfachere Lösung als die inneren Rohre etwas zu verlängern, so dass das Ausschwenken nicht behindert wird, aber die Teleskopverbindung sich auch nicht mehr aushängt.
 
So sieht es danach aus, selbst bei extremer Auslenkung des Fronttriebwerks bleibt die Rohrverbindung in einer verbundenen Stellung.  
Das ist das Ergebnis, maximale Ausschwenken des Frontgestells, ohne dass dadurch die Kurvengängigkeit beeinträchtigt wird.
 
Eine Ergänzung, die ich stets realisiere, die Lokmodelle bekommen eine ''arbeitende'' Frontkupplung!  
Eine weitere Änderung, die ich an all meinen Lokmodellen ausführe, sie bekommen eine arbeitende Frontkupplung. Vielleicht wird die Lok doch einmal auch für Rangierarbeiten eingesetzt oder sie nimmt bei Rückwärtsfahrt einen Zug mit, sei es auch nur ein Caboose? Vielfach wird für die Zentrierung der Kupplung eine kleine Spiralfeder eingesetzt, ich bevorzuge hier der Einfachheit halber einen feinen federnden Phosphor-Bronze-Draht.
 
Nicht ganz unwichtig, ein bisschen Blei muss in die Lok hinein! Glücklicherweise ist dafür reichlich Platz vorhanden.  
Ein weiterer Schritt vor der Digitalisierung. Auch wenn die Lok nicht gerade ein Leichtgewicht ist, ein bisschen Blei kann nicht schaden! Glücklicherweise ist reichlich Platz vorhanden, zum einen in der Mitte des Kessels und zum anderen von vorn in der Rauchkammer und dem Langkessel eingesetzt. Dieses lange Stück Blei, übrigens alles Letternblei aus alten Beständen einer Druckerei, dient zugleich als Ablageplatz für den Lautsprecher, genau dort, wo der Sound einer Dampflok entsteht, in der Rauchkammer. Aber da ist auch noch Möglichkeit die keep-alive Unit des Decoders einzusetzen, denn ich habe mich entschlossen, diesen in der Lok einzubauen, dafür ist dann in der Feuerbüchse noch ausreichend Platz vorhanden.

Die nächsten Schritte, Verbesserung der Stromabnahme an Lok und Tender, so dass mindestens auf jeder Seite acht Räder Strom aufnehmen.
 
Weitere Schritte, die Tenderdrehgestelle erhielten Schleifer an der isolierten Seite der Räder und die Verkabelung am Tender auf der Unterseite.  
Im Bild die Verkabelung auf der Unterseite des Tenders, eine vierpolige Steckverbindung mit rot und schwarz für den Strom vom Gleis sowie gelb und blau für die rückwärtige Lampe. Dabei sind die Kabel so am Steckverbinder angeordnet, dass es nicht zum Durchfeuern der LED kommen kann, wenn der Stecker verkehrt herum angesteckt wird. Wobei mit einer Übereinstimmung der Farben am Steckverbinder sollte das Anstecken des Kabelbündels von der Lok sicher gelingen! Aber auch erkennbar, die Schleifkontakte an den Drehgestellen für die zusätzliche Stromabnahme an den isolierten Seiten der Räder. Was nicht erkennbar ist, die Drehgestelle sind um 180 Grad gedreht, so dass die Polarität des Tenders geändert wurde und diese nun mit der Lok übereinstimmt! Damit keine Kurzschlussgefahr, falls sich Lok und Tender unter Strom berühren sollten, zum Beispiel über die Tenderbrücke, die damit keine Isolierung braucht. Aber diese Änderung ist eben nur möglich, wenn man zusätzliche Stromabnehmer für die isolierte Seite der Radsätze vornimmt, die ich aber für eine sichere Stromabnahme bei der Digitalisierung einer Lok prinzipiell vornehme! Die zusätzliche Stromabnahme an der Lok wird natürlich noch ausgeführt und ist nachfolgend beschrieben.
 
Innen auf dem Boden sieht's ein bisschen wild aus, ist es aber nicht! Die vier Litzen sind von der Unterseite ins Innere des Tenders geführt und werden verteilt.  
 
Die Verkabelung in der Innenseite des Tenders sieht zunächst etwas konfus aus, ist es aber gar nicht, die Litzen liegen nur etwas gedrängt. Auf jeden Fall eine Neuverteilung der Stecker über einen weiteren Steckverbinder! Oben, am Steckverbinder auf der rechten Seite zunächst schwarz, ist für die zwei Drehgestelle auf zwei Stecker verteilt. In der Mitte, rot für den anderen Pol als Massepol, ist mit einer festen Verbindung zum Rahmen verschraubt. Unten, die zwei noch freien Kontakte mit gelber und blauer Kennung sind für den doppelten Steckverbinder zur Beleuchtung der rückwärtigen Lampe durch LED vorgesehen. Der Vorwiderstand dafür ist im Tendergehäuse untergebracht.
 
Und mit der LED in der Lampe ist der Tender auch schon fix und fertig!  
Kontrollcheck, die LED der rückwärtigen Lampe leuchtet bei Einspeisung von Strom über das Verbindungskabel von der Lok! Funktioniert natürlich auch mit einem weiteren Test mit Strom von der Schiene, also alles in Butter! Damit ist der Tender schon vollständig bearbeitet!
 
Stromabnahme an der Lok - hier am vorderen Triebgestelle werde ich dazu nichts tun, lediglich die führende Laufachse wird eine Feder erhalten, um den Radsatz für eine sichere Führung etwas auf das Gleis zu drücken.  
am Fronttriebwerk ist bezüglich der Digitaliserung nichts zu machen, lediglich der Vorläufer wird eine kleine Feder bekommen, die den Radsatz zur Sicheren Führung ein bisschen auf die Schienen drückt. Wie dies aussieht, zeige ich in den nachfolgenden Bildern, denn der Aufbau dieses Laufgestells ist identisch zum Nachläufer.
 
Vorbereitungen für die Stromabnehmer, für die Hängeeisen der Bremse sind verstärkte Befestigungen (Bremsbalken) eingesetzt und das hintere Laufgestell ist schon bearbeitet.  
Doch die hintere Antriebsgruppe muss bearbeitet werden, will ich doch die vier isolierten Antriebsräder ebenfalls zur Stromabnahme heranziehen. Glücklicherweise existiert da neben der Grundplatte des Rahmens eine separate Trägerplatte für die Hängeeisen der Bremse, die ich dazu heranziehen kann und die mit den Schleifkontakten isoliert wieder auf die Grundplatte des Rahmens geschraubt werden kann.

Im Bild diese Trägerplatte, wobei hier die Befestigung der hinteren Laufachse auf diese Trägerplatte übertragen werden musste. Mit der bisherigen Befestigung an der Rahmengrundplatte hätte dies permanent zu Kurzschlüssen geführt. Da nun die Trägerplatte eine entgegengesetzte Polarität zum Rahmen bekommen wird, musste auch die Laufachse gedreht werden, nun ist also das nichtisolierte Rad elektrisch mit der Trägerplatte verbunden, was ich gut ausnutzen kann, um auch diese Achse, dieses nichtisolierte Rad zur Stromabnahme an der Lok heranziehen kann. Mit dem kleinen Federblech drücke ich damit nicht nur diesen Radsatz zur besseren Spursicherung auf die Schienen, über die Achse wird damit zugleich sicher der Strom von der Schiene bis an die Trägerplatte für die Bremshängeeisen übertragen, also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
 
So sieht die Platte mit den Hängeeisen im fertig bearbeiteten Zustand aus. Die Schleifkontakte sind an den Hängeeisen angelötet, sie werden auf den Radeifen Kontakt zum Rad haben, und die Isolierplatte ist obendrauf geklebt, allerdings als klare Folie nicht sichtbar.  
Hier im Bild sind jetzt die an die Bremshängeeisen angelöteten Schleifkontakte zu sehen, die auf den Laufflächen der Radreifen der Antriebsräder schleifen.
 
Das ist dann die Seitenansicht der hinteren Antriebsgruppe und man muss schon genau hinschauen, um die Schliefkontakte zu sehen.  
Diese Lösung habe ich schon einmal praktiziert, ist sicher und kaum sichtbar und fällt nur dann auf, wenn man das Modell in der Hand hält und genau betrachtet. Hintergrund ist aber auch, dass bei dem nahezu vollständig geschlossenen Rahmen keine Möglichkeit bestand, die Stromabnahme von innen zu realisieren. Damit habe ich nun für jede Seite der Lok acht bzw. neun Stromabnehmer auf jeder Seite des Modells, wenn man die nicht isolierte Seite des vorderen Triebwerks hinzuzählt, sogar noch mehr, so dass damit eine sichere Stromabnahme auch über Booster-Trennstellen hinweg gewährleistet sein sollte!

Auch wenn ich nachgemessen habe, dass jeder Radsatz des hinteren Triebwerks beidseitig Strom von den Schienen aufnimmt, die Laufachse nur auf der isolierten Seite der Lok, so ist es doch immer wieder schön anzusehen, wenn sich die Lok, hier noch ohne Gehäuse, nun auch ohne Tender bewegen kann.
 

 
Das ist der Beweis, dass das Modell dann auch im komplettierten Zustand ohne Stromunterbrechungen fahren sollte.

Nun fehlt eigentlich nur noch die Beleuchtung an der Lok und der Einbau des Decoders. Und damit geht’s auch weiter!
 
Ein etwas schwieriger Fall, wie die Laternen and der Front der Rauchkammer zum Aufbohren auslöten, ohne dass die bereits reparierten Teile wieder abfallen?  
Problematisch erschien mir zunächst, wie ich die Laternen auslöten könnte, ohne dass mir die bereits reparierten Tritte wieder abfallen, denn dazu braucht es dann doch ein bisschen mehr Wärme. Und ohne die Laternen auszulöten ging auch nicht, denn ich musste ja von unten Löcher in die Laternen bohren, wo die LEDs eingeführt werden. Aber die Lösung ist im Bild zu sehen. Ich habe die Tritte mit zwei Leisten aus weichem Holz gesichert und diese dazu noch ordentlich mit Wasser eingenässt, was doch für eine ausreichend Kühlung der gefährdeten Lötstellen sorgen sollte?
 
Es ist geglückt, auch das wieder einlöten - und die LEDs aller Lampen leuchten wie erhofft!  
Und es hat funktioniert, ebenso beim erneuten Einlöten der Laternen! Und dass ich damit die Beleuchtung an der Rauchkammerfront problemlos ausführen konnte, das zeigt dann auch dieses Bild.

Mit dem Einbau der Führerhausbeleuchtung sind dann tatsächlich alle Vorarbeiten abgeschlossen. Nun kann der Decoder eingesetzt und alle Kabelverbindungen hergestellt werden, Arbeiten, die nun fast schon Routine sind. Aber mit einem neuen Decoder? Funktioniert der auch in Verbindung mit den wesentlichen Elementen?
 
Ein neuer Decoder, da sollte vorsichtshalber ein Test mit minimaler Ausstattung durchgeführt werden, bevor der Einbau erfolgt und sich möglicherweise dann ein Dilemma offenbart.  
Daher noch zuvor ein Testaufbau mit minimaler Ausstattung und außerhalb des Modells, also der Decoder mit Motor, Lautsprecher, keep-alive Unit – und es funktioniert! Nun kann die Verkabelung erfolgen und was auf dem Bild noch so wild aussieht, am Ende wird jedes der Kabel seinen Partner im und am Modell gefunden haben!
 
Doch der Decoder ist ok, also Einbau und Verdrahtung, aber das anfängliche Wirrwarr ist hier schon halbwegs eliminiert.  
Das ist ein Bild so zwischendurch, da sind schon die meisten der ursprünglich losen Kabelenden verbunden oder zu neuen Steckverbindungen zusammengefügt.
 
Das ist der Endzustand der Verkabelung, alle Litzen und Kabel an den Seiten und zumeist versteckt fixiert.  
Endzustand Decodereinbau, alles ist geordnet und Litzen und Kabel sind fixiert, nur rechts schaut noch ein Kabelbündel aus der Lok, das ist die Verbindung zum Tender für die Stromabnahme und der rückwärtigen Lampe.
 
Endzustand? Fertig? Die Digitalisierung - ja! Aber da ist noch ein Schaden zu beheben!  
Fertig? Im Prinzip ja, wenn da nicht noch die Bereinigung einer völlig unsachgemäßen Reparatur wäre. Das übernächste Bild zeigt das Problem:
 
Mehr oder weniger schlecht, eine Nachtaufnahme damit man die Beleuchtung im Führerhaus erkennen kann.  
Ein Bild, nahezu in tiefster Dunkelheit geschossen und deswegen auch nicht gerade von bester Qualität, aber bei Tageslicht ist eben doch die Beleuchtung des Führerhauses nicht erkennbar. Daraus ergibt sich die nicht ganz unberechtigte Frage, warum mache ich mir eigentlich die Mühe, da auch noch LEDs einzubauen?

Irgendwann, so zwischendurch kam mir dies unter die Augen, warum habe ich das nicht eher gesehen? Nicht nur die Gegenkurbeln sind an den Treibzapfen verlötet, was noch ziemlich normal wäre. Nein, da sind mit einer Menge Lötzinn gleich noch die Befestigungsschrauben mit verlötet worden, wenigstens an der hinteren Antriebsgruppe. Eine ganz besonders fachmännische Leistung von einem der Vorbesitzer oder war es gar der Verkäufer des Modells?
 
Irgendwann zwischendurch entdeckt - erkennen Sie, was ich so sehe? An der Gegenkurbel! Nicht nur diese, sondern die Feststellschraube gleich dazu mit einem Klumpen Zinn grünlich verlötet!  
Da muss ich dann doch noch einmal ran, denn spätestens mit dem Zerlegen des Modells als Vorbereitung für die Lackierung ist es unumgänglich, dass ich die Steuerung auch ohne Beschädigungen zerlegen kann.

Zuvor aber erst einmal das Video von dem nun digitalisierten Modell!
 

 
Der letzte Handgriff, ich hoffte sehr, dass es nur ein solcher ist!
 
Zum Glück ließ sich dies aber ebenso wieder in die Einzelteile zerlegen!  
Aber es war tatsächlich kein Problem, mit einem großen Lötkolben ließen sich die beiden Gegenkurbeln des hinteren Triebwerks von den Zapfen lösen, erst unter Hitze die Schraube gelöst und dann die Kurbeln von den Zapfen abgezogen. Selbst die eine Gegenkurbel, bei der die Schraube abgebrochen war, wohl weil sie überdreht wurde, ließ sich mit etwas Kraft abziehen.
 
So sollte es dann doch aussehen, wobei die nun verwendete Madenschraube links kaum sichtbar ist.  
Die Aufbereitung war dann kein Problem, auf jeden Fall habe ich eine geringfügig größere Madenschrauben eingesetzt, und damit sieht’s dann so aus. Und nur wenn Sie genau hinschauen, erkennen Sie die Madenschraube hier an der linken Seite der Gegenkurbel.

Das war’s dann nun wirklich, die Lok kann zerlegt werden und die Lackierung kann kommen!

 

 


 

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