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Pennsylvania Railroad – class E6s Atlantic

Ein Arbeitstier – für große wie kleine Aufgaben!

 

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English reading visitors can follow this project also on an album on Facebook with captions in English.

 

 
Es begann mit einer Fehlentscheidung! Da hatte ich doch zwei Personenwagen gekauft, eindeutig der Pennsylvania RR. zuzuordnen, doch mein Freund Johannes hat mir dringend abgeraten, diese zu Wagen der Chicago & North Western umzubauen, denn da hatte ich einen schöne Lok, mit der ich einen Suburban train, also einen Vorortzug gestalten wollte. Nie und nimmer würde ich die Charakteristika der PRR-Wagen auflösen können und damit würden es niemals echte CNW Wagen werden! Wo er recht hat, hat er Recht! Also umdisponieren, machen wir eben einen Suburban der PRR daraus. Mir war es ziemlich gleich, ich wollte einen solchen kurzen Nahverkehrszug aufstellen und da war mir die PRR genau so lieb! Ein dritter und notwendiger Wagen war gefunden und meinem Freund Friedhelm habe ich die passende Lok abgeluchst, nein, natürlich gekauft, diese Pennsy E6s, wie die ursprünglich geplante Lok eine Atlantic, also ein 4-4-2. gekuppeltes Lokmodell, das mir in seiner Sammlung schon immer gefallen hatte!

Und als sich diese Modelle bei mir nun alle versammelt hatten, da musste ich doch einfach mal ein kleines Filmchen dieses Zuges erstellen, …
 

 
… wo sich ausnahmsweise einmal nicht der Zug, sondern ausschließlich die Kamera bewegt hat. Im Übrigen können Sie mehr zu diesem Zug in meiner Beschreibung Ein Suburban train der Pennsylvania RR. nachlesen, wobei da auch noch einiges an Arbeiten zu erledigen ist, nicht nur die Lackierung.

Bitte lassen Sie mich zunächst ein paar Worte über das Vorbild verlieren.
1911 war die Geburtsstunde der Lokomotiven der class E6 bei der Pennsylvania Lokomotiven, es wurde genau eine Lok gebaut. Der nachträgliche Umbau zu einer Heißdampflokomotive erbrachte eine sehr starke Leistungserhöhung bei wesentlich geringerem Kohle- und Wasserverbrauch, so dass sich die Pennsy schon 1914 zum Bau von 60 Lokomotiven der class E6s (s wie superheated), die sowohl vergrößerte Zylinder wie auch von ursprünglich 72 Zoll Treibrädern (= 1,829 Meter) vergrößerte Treibräder mit 80 Zoll Durchmesser erhielten (2,032 Meter). Mit dem damit angewachsenen Gewicht war dann auch eine wesentlich verbesserte Zugleistung erreicht, so dass die Lok erfolgreich über 40 Jahre hinweg insbesondere für den leichten Personenzugdienst eingesetzt werden konnte. Und damit ist dieses Lokmodell genau die richtige Lok für meinen kleinen Personenzug!

Hier dazu ein altes Bild und die Zeichnung dieser Lokomotive, beide als “Public Domain” in der Beschreibung zu dieser Lok auf Wikipedia.org zu finden und ohne Einschränkungen nutzbar.
 
Das Vorbild, Pennsylvania RR class E-6s Atlantic, gebaut in den eigenen Werstätten der PRR (Juniata Locomotive Shop of Altoona Works) ab 1914 und nach Aussage eines Freundes auf Facebook ist no. 1067 eine der frühen Loks.  
Die Zeichnung zu dieser Lok.  
Wenn man so Personenzugdienst liest, sollte man wissen, dass es die Klassifizierung von Schnellzügen, wie im deutschen Sprachgebrauch nicht gibt, und Personenzüge auch Schnellzüge im wahrsten Sinnen des Wortes sein können, eine Lok mit einem Treibraddurchmesser von etwas mehr als zwei Meter ist geradezu prädestiniert für solche Einsatzmöglichkeiten und dies waren dann nicht nur gelegentliche Einsätze!

Den beonderen Einsatz aber hatte die Lok no. 460 am 11. Juni 1927, als sie in Konkurenz zu einem Flugzeug die auf Filme gebannte Ankunft von Charles Lindbergh nach seiner ersten Atlantik-Überquerung im Flugzeug von Washington DC ins mediale Zentrum der USA nach New York City zu transportieren hatte. Der Preis und die Bedeutung als erste Nachrichtenagentur diese Neuigkeiten in New York in den Kinos und Medien präsentieren zu können, muss hoch und wichtig gewesen sein! Zwar war die Sonderzug mit der Lok no. 460 nur zweiter Gewinner, aber während der Fahrt konnten die Filme in einem eigens mit einem Fotolabor ausgestattetem Gepäckwagen entwickelt werden, was dem Transport der Neuigkeiten mit dem Zug dann letztlich doch den Siegerplatz bei der Nachrichtenpräsentation einbrachte. Die Lokbesetzung hatte bei dieser Fahrt den eindeutigen Auftrag, so schnell wie sicherheitstechnisch möglich zu fahren und hat dabei eine Reihe von Rekorden gebrochen, nicht nur die schnellste Fahrt eines Zuges von Washington DC nach New York City aufgestellt, sondern auch auf einigen Streckeabschnitten einen neuen Spitzenwert der Geschwindigkeit für Dampflokomotiven von 115 Meilen pro Stunde, also 185 Stundenkilometer erreicht. Ein Zitat von Wikipedia besagt:
“The Pennsylvania Railroad used this victory extensively in publicity in the following years.”
 
Die No. 460 - ein schönes Bild der aufgearbeiteten Lindbergh-Lok im Railroad Museum of Pennsylvenia, Strasburg. Vielen Dank an Jeff Terry für die Genehmigung zur Nutzung!  
• Quelle: Jeff Terrys Eisenbahnbilder auf FLICKR.com
Copyright Jeff Terry – Nutzung mit freundlicher Genehmigung durch den Autor

 
Ich bin glücklich darüber, dass es mir gelungen ist, die Genehmigung zur Nutzung dieses schönen Bildes der Lindbergh-Lok no. 460 zu bekommen, die mit einer gut gelungenen optischen Aufarbeitung einen würdigenden Platz in der Ausstellung des Railroad Museum of Pennsylvania gefunden hat. Vielen Dank an Jeff Terry für die Genehmigung zur Nutzung dieses Bildes hier auf meiner Website!
Der Link zuvor führt Sie zu einer Vorstellung genau dieses Exponates des Museums und beschreibt sowohl die Geschichte um diese Lok, hält aber auch eine paar technische Daten für Sie bereit.

 
Doch nun zum Modell!
 
Und schließlich das Modell mit einer ausgezeichnete Lackierung, dazu sogar die gleiche Loknummer 1067 wie im Vorbildfoto!  
Das ist das Modell und auf den ersten Blick mit einer schönen Lackierung! Und welch ein Zufall, oder? Es hat die gleiche Nummer 1067 wie das Original eingangs. Oder ist es kein Zufall und der Lackierer hatte dieses Bild vor Augen? Wobei und das weiß ich, das Modell ist schon vor längerer Zeit lackiert worden und da gab es das Internet noch gar nicht! Aber dieses Bild könnte durchaus auch in einem Buch verwendet worden sein, das dann als Vorlage für die Lackierung herangezogen wurde.
 
Schließlich auch noch das Zertifikat des Herstellers Olympia in Japan.  
Zum Glück habe ich in der Schachtel auch dieses Zertifikats vom Hersteller gefunden, wo das Entstehungsdatum des Models eindeutig dokumentiert ist – 15. Dezember 1964, also ein ganz schön altes Modell. Und eines weiß ich bestimmt, mein Freund hat bereits vor langer Zeit einen neuen Motor eingebaut und wo er recht hat, hat er Recht, die Lok läuft wunderbar! Aber scheinbar hat er sein Augenmerk allein auf diese Eigenschaft gelenkt, denn da sind ein paar Dinge, die er wohl übersehen hat und die mir nun einige Kopfschmerzen bereiten! Und eine Reihe weiterer Kleinigkeiten möchte ich auch noch korrigieren, die meinen Vorstellungen über ein rundum schönes Modell im Moment auch noch nicht so recht befriedigen.
 

 
Doch ich gebe zu, ich habe das Modell vor diesem Video schon einmal begutachtet, denn es hatte so ein paar Anzeichen, wo mich an eine guten und sicheren Lauf doch etwas zweifeln ließ. Diese Bilder mit den entsprechenden Anmerkungen wie auch die weiteren Schritte der Bearbeitung habe ich nun in den Galeriebildern festgehalten.
 
Klicken Sie auf eines der Thumbnail-Bilder und starten Sie damit Ihre Diashow.
 

 


 
Sie können sich drauf verlassen, neue Bilder kommen hinzu, so wie die Arbeit vorangeht! Schauen Sie einfach wieder mal vorbei!
 

Zwischenzeitlich entsteht dann auch schon einmal der eine oder andere Video-Clip, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Vielleicht schneide ich am Ende alles zu einem kleinen Filmchen zusammen?
 

 
Im Hintergrund übrigens der Zug, für den ich dieses Lokmodell vorbereite. Natürlich braucht der auch noch seine Bearbeitung!
 

 
Ich musste zunächst feststellen, dass Farbe keine gute Lösung war, der Kontaktbolzen hat die Farbe sehr schnell abgerieben. Also der nächste Versuch mit Isolationspunkten von Sekundenkleber und zugleich schmalen Streifen eines gute klebenden, dünnen Klebebands. Nun geht’s in einen Dauertest – und der war erfolgreich!

 

 


 

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