Meine Besucher …

Bitte klicken Sie auf die Weltkarte zur Anzeige weiterer Statistikdetails.
---------------------------
Please click on map to see more statistical data.

 

Faltenbälge – Diaphragms

- Eine simple Reaparatur defekter Wagenübergänge -

 

Sorry, auch hier gibt’s keine Galerie – bei ganzen vier Bildern!

 

Wie leider viel zu häufig, neue und schöne Wagenmodelle für die eigenen Sammlung sind ja nicht zwangläufig immer ganz neu und damit frei von mehr oder weniger starken Beschädigungen.
 
Neu im Bestand, ein Baggage car der Southern Pacific, aber eben auch mit Mängeln. Beide Wagenübergänge (diaphragm) zwar mit dem metallischen Grundgestell, aber eben ohne die Faltenbälge und völlig unbeweglich!  
Sind diese fehlenden Faltenbälge an den Übergängen dieses Baggage cars nun eine starke oder eine leichtere Beschädigung? Auf jeden Fall ein Ding, das so nicht bleiben kann! Zudemm war die Pufferplatte, also die, die in Kontakt zum Gegenüber des Nachbarwagens steht auch nicht mehr federnd, sie war verklemmt und verklebt und damit waren beide Übergänge zwar als Rudimente vorhanden aber eben auch nicht brauchbar oder gar funktionstüchtig, obwohl der Hersteller dieses Modells Precision Scale Co. – kurz PSC – dies wohl so gedacht und auch gebaut hat.
 
Die Basisarbeit, die Metallgestelle wieder federnd aufbereitet und dann schwarzes Papier zu Faltenbälgen gefaltet und zwischen die Platinen geklebt.  
Also zunächst eine Grundreparatur der Metallkonstruktion, die ich leider nicht dokumentiert habe, aber es war auch nicht viel mehr als ein bisschen Lötarbeit, aber so, dass die Federbeine allesamt absolut senkrecht verlötet wurden und damit sich die eingesetzten Bolzen und Federn wieder leichtgängig gleiten konnten. Das liegende Teil zeigt einen der Übergänge im überarbeiteten Zustand.

Aber es waren eben auch neue Faltenbälge erforderlich und da habe ich drauf verzichtet, irgendwelche Übergänge zu bestellen und mir schicken zu lassen, die am Ende vielleicht doch nicht passend zu machen sind oder auch nicht wie gewünscht funktionieren und vier Wochen warten wollte ich auch nicht. Warum nicht eigene Faltenbälge aus dünnem schwarzen Papier herstellen? Gesagt, getan – schwarzes Papier – eine Kante als Bezugskante sauber geschnitten (bitte mit Lineal und Skalpell!) – auf der einen Seite im Abstand von 4 Millimeter mit den Messerrücken feine Linien eingepresst – auf der Rückseite beginnend bei Millimeter 2 das gleiche getan, so dass wechselseitig aller zwei Millimeter eine Biegerille in das Papier gepresst wird. Nach anfänglichen Versuchen habe ich den ganzen Papierstreifen auf eine Breite von 12 Millimeter zurückgeschnitten, der Faltenbalg hatte bei einer größeren Breite einfach zu sehr aufgebaut. Dann wechselseitig bei den vorgerägten Rillen den Papierstreifen gefaltet – und schon ist der Faltebalg fertig! Die Maßangaben von zwei bzw. 12 Millimeter beziehen sich jedoch ganz auf die spezielle Situation und Abmessungen der Teile und kann natürlich den besonderen Bedingung Ihrer Arbeit beliebig angepasst werden.

Zwei Erfahrungswerte noch. Zum einen habe ich einen möglichst langen Streifen Papier zum Falten vorbereitet, da fallen dann kleine Ungenauigkeiten bei der Breite der einzelnen Faltenlage nicht so sehr ins Gewicht, und zweitens ist es sinnvoll, das Abschneiden von Abschnitten für den Faltenbalg immer vom gefalteten Papiertreifen vorzunehmen, man bekommt damit möglicherweise erforderliche Schrägschnitte ganz sauber hin.

Meine Faltenbälge bestehen am Ende aus vier einzelnen Teilen für jeden Übergang, da ich die Teile am “Dach” nicht durch eine wechselnde Faltung des Papierstreifens herstellen wollte. Dies erschien mir einfach zu kompliziert. So habe ich zwei senkrechte “Zieharmonika-Streifen” zwischen die Metallplatten eingelegt und verklebt, dazu dann auch zwei Teile als Dach aufgesetzt, da am Übergang oben in der Mitte eine der Federhülsen die Teile des Übergangs verbindet. Die Bilder zeigen, dass diese geteilte Ausführung des Faltenbalges keinerlei Unvollkommenheit im Aufbau erkennen lässt. Letztendlich habe ich auch auf einen unteren Abschluss des Übergangs verzichtet, er erschien mir einfach nicht erforderlich.
 
Im Bild die Darstellung, wie die eingesetzten Bälge mit kleinsten Tropfen Sekundenkleber innen an die Metallrahmen angeklebt werden.  
Noch ein Bild, wie die Papierbälge an die Innenseiten der Rahmenplatten verklebt wurden. Ich habe die gefalteten Papierbälge zwischen Grund- und Druckplatte des Übergangs eingelegt und dann mehrere kleinste Tropfen Sekundenkleber mit der Skalpellspitze zwischen die Metallplatte und der anliegenenden Papierschicht eingefügt, wobei ich den Druck auf die mit den Fingern zusammengepressten Platten etwas verringert und zudem nur auf der dem Metall zugewandten Seite des Skalpells den Klebstoff eingetragen habe. Trotzdem hat es an einigen Stellen ein paar feine Verklebungen mit der nächste Papierlage gegeben, die sich jedoch mit einem Schnitt vom Skalpell leicht wieder trennen ließen. Fertig!
 
Der Übergang zu den Daylight-Wagen ist somit geschlossen und damit so, wie es sein sollte!  
Das letzte Bild zeigt das meiner Meinung nach absolut befriedigende Ergebnis, der Übergang zu den Wagen des Daylight trains, zu dem dieser Baggage car an erster Position nach der Lok eingestellt werden soll, ist nun geschlossen, ohne freien Durchblick und dabei sogar zirka zwei Millimeter federnd beweglich – und genau das war das Ziel!

 


 

top