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Chicago, Burlington and Quincy – class K-2

- Ein Ten-wheeler, dringend für einen Personenzug benötigt! -

 

Das ist Ihnen alles viel zu viel Text? Schade, aber hier geht’s zur >>> Galerie

 
Diese kleine Lok hat ein Freund für mich fahrbereit gemacht und ich bin sicher, dass da ein neuer Motor seinen Platz gefunden hat wie auch das Getriebe modifiziert wurde. Jedenfalls läuft sie ganz exzellent und im Moment auch noch ganz schön schnell.

Ein kleiner Ten-wheeler der Chicago, Burlington & Quincy RR. Eine kleine Personenzuglok, die aber durchaus auch für den leichten Güterzugdienst eingesetzt werden kann.

Aber das kann man ja ändern, zumal sie schon einen Decoder bekommen hat. Allerdings, und das muss ich meinem Freund leider zumuten, der Sound gefällt mir so gar nicht. Das dürfte aber nicht nur am Lautsprecher liegen, ziemlich klein und alles im Tender untergebracht, die bleibt nicht viel an Alternativen.
So leid es mir tut, mein lieber Friedhelm, der Decoder kommt wieder raus und mit dem Lautsprecher muss ich mal probieren, was sich machen lässt. Das entscheidende Problem ist, dass dieser Decoder die Funktionen “Bremsen” und “Bremse lösen” nicht kennt, und damit ist man an die eingestellten CV-Werte fürs Bremsen gebunden. Und das ist nun doch eine Funktionalität, die ich nicht mehr missen möchte und die ich nur von den TCS-Decodern kenne.

Die Entscheidung, diese Lok nun endlich in Betrieb zu nehmen, ist damit verbunden, dass ich auch schon seit längerer Zeit einen sogenannten way car der CB&Q in der Vitrine stehen habe, in diesem Fall die Kombination von Personenzugwagen, Gepäckwagen und Caboose, womit auf einfachste Weise ein kleiner Güterzug oder besser noch ein “Local” eingesetzt werden kann, während die Beförderung der Passagiere so nebenbei gleich mit erfolgte. Dass diese zumeist wenigen Passagiere da viel Zeit mitbringen mussten, war eine Selbstverständlichkeit, schließlich übernahm die Lok alle Rangierfahrten für den Güterverkehr an jeder Station gleich mit. Damit war der Fahrplan für die Personenbeförderung dann doch eine absolute Nebensache. Da diese Lokomotive bereits zwischen 1892 und 1896 gebaut wurden und einige Exemplare trotzdem mehr als 50 Jahre im Einsatz waren, muss ich mir um die Verwendung mit meinen Zügen keinerlei Gedanken machen. Da passt alles, meine Wagen nach 1900 wie auch die um 1930. Besser geht’s nicht!

Während des Besuchs bei Freunden war dann einmal Gelegenheit, dieser kleinen Lok ein bisschen Auslauf zu geben. Gefahren ist sie exzellent, nur der Sound ließ eben zu wünschen übrig.

Als wäre es nicht schon Beweis genug, dass dieses kleine Lokmodell ganz ausgezeichnet läuft, so hatte ich doch Gelegenheit, dem Modell bei Freunden auf der Clubanlage so richtig Auslauf geben zu können. Und die Lok lief prächtig! Also höchste Eisenbahn, den Decodertausch vorzunehmen und ihr eine neue Stimme zu verpassen, natürlich mit einer verbesserten Funktionalität. Ein acht oder zehn Jahre alter Decoder ist eben doch nicht mehr unbedingt das, was den heutigen Vorstellungen und Wünschen entspricht.

Unter einer ganzen Reihe von Bildern von dieser kleinen Lok, die ich bei einer Suche im Web gefunden hatte, habe ich letztlich diese beiden folgenden ausgewählt, um sie Ihnen hier vorzustellen.

Ein schönes und klares Bild dieser CB&Q Lok no. 654 der class K-2, fotografiert am 6. September 1939 in Red Oak, Iowa. Lok 600 der CB&Q mit eine local train, hier sogar ein mixed train. Erkennen Sie, dass der letzte Wagen eine Kombination von Caboose und Personenwagen ist?

Bilder aus der Sammlung / Collection of Jan Kohl – www.castlegraphics.com

Insbesondere das zweite Bild mit dem alten Local. ist für mich interessant, zeigt es doch als letzten Wagen einen kombinierten Caboose/Personenwagen, ganz ähnlich wie ich ihn in meiner kleinen Sammlung habe, und der der Auslöser war, dass ich diese Lokomotive ganz weit vorn in der zu bearbeitenden Lokmodelle eingeordnet habe. Die angegebene Website kann ich Ihnen wärmstens empfehlen, wo Sie eine Menge weitere Bilder verschiedenster Dampflokomotiven finden werden.

Und nun ist es soweit, die Lok steht, besser liegt halb zerlegt auf dem Arbeitstisch und damit geht es los! Ich bin jedenfalls ganz begeistert, dass ich mich endlich wieder einmal mit einem meiner Lokmodelle befassen kann.

Die ersten Handgriffe auf dem Arbeitsplatz.

Damit fängt’s an, ein paar Schrauben lösen – und damit gibt’s keinen Weg zurück!

Und dass diese nötig sind, sieht man an dieser ziemlich wilden Verkabelung, vom uralten Decoder einmal ganz abgesehen, den ich unbedingt ersetzen möchte. Aber nach meinen Vorstellungen ist noch einiges mehr zu machen!

Mit diesem Drähte-Wirrwar will ich auch nicht mehr leben, selbst wenn sie alle in zwei Steckern unterm Tender zusammenlaufen.

Den Antrieb hat mein Freund Friedhelm jedoch ganz ausgezeichnet umgebaut, die Lok rollte ja schließlich wie Sahne über die Gleise. Da werde ich keinesfalls was dran ändern!

Der umgebaute Antrieb mit einem neuen Motor sieht jedoch ganz manierlich aus und ein seidenweicher Lauf der Lok hat dies auch bestätigt. Da werde ich wohl nicht erneut dran gehen, wenn’s gut ist, ist es eben gut!

Zerlegt, und da offenbaren sich einige weitere Probleme, auf die ich Schritt für Schritt eingehen und zumeist auch Hand anlegen werde.

Im nächsten Moment bin ich mir schon nicht mehr so sicher, zu ganzen, starren Stücken zusammengelötete Kuppelstangen? Ich möchte doch einzeln bewegliche und gefederte Achsen haben? Es wird sich zeigen, wie dies am Ende funktionieren wird!

Ein allgemeines Problem bei nahezu allen Messing-Modellen, die Injektoren sind zumeist mehr als miserabel unterm Führerhaus befestigt. Hier muss dringend was gemacht werden!

Aber andere Dinge fielen sofort auf, und das doch bei fast allen Loks, wenn die tiefliegenden nicht-saugenden Injectoren nur halbherzig befestigt sind und damit immer wieder bei allen Montagearbeiten stark belastet werden.

Fast immer gäbe es gute Möglichkeiten, dies zu bewerkstelligen. Hier am baugleichen Injektor aus der Fachliteratur sind Rohre und Stellstangen gut erkennbar, die als Befestigungsmöglichkeiten dienen können!

Ich hatte dann mit ein bisschen Recherche genau den bei diesem Modell verwendeten Injektor in der alten Fachliteraratur gefunden und da erkennt mann, wie viele Stellstangen für Ventilspindeln existieren, die, wenn sie denn vorhanden wären, alle für eine zusätzliche Befestigung der Injektoren herangezogen werden könnten!

Sieht doch so schon viel besser aus und sollte auch auf ewig halten!

Und genau das habe ich getan! Sieht nicht nur viel besser aus, hält auch ganz erheblich besser!

Überlegungen, wo und wie zusätzliche Radkontakte anzubringen wären. Die mittlere Achse fällt natürlich aus, da sitzt das Getriebe daruf. Aber für die beiden Endachsen, da muss sich eine Lösung ergeben!

Noch einmal ein fast ähnliches Bild wie etwas zuvor, hier nun für die Überlegung, wie zusätzlich radschleifkontakte anbringen, denn das ist nun einmal mein Vorsatz, Stromabnahme an so vielen Rädern wie möglich, dies an Lok und Tender und sogar beidseitig. Der Tender ist einfach, aber die Lok? Gut die angetriebene Mittlere Achse fällt aus, da gibt die Getriebebox keinen Platz her.

Es war nicht ganz einfach, eine gute Lösung für zusätzliche Radschleifer zu erhalten, aber nun wird der erste mit einer Spiralfeder gut fixiert angedrückt und ist natürlich auch zum Rahmen hin isoliert!

Und für die beiden äußeren Achsen habe ich diese Möglichkeit gefunden, durch Spiralfedern werden Bolzen innenseitig an die isolierten Radreifen angedrückt, die eine saubere und vor allem unsichtbare Stromabnahme von der zweiten, isolierten Seite der Räder abnehmen. Der zweite Kontakt sieht völlig gleich aus, aber da verhindert ein Verbindungsblech die Draufsicht. Nun ist nur noch eine elektrische Verbindung dieser Kontakte herzustellen, die dann zum Tender zum Decoder führen wird.

Damit ein Test, wie die Stromabnahme mit einem Direktanschluss zum Motor funktioniert und wie die Lok läuft. Und dann die Erkenntnis, das Stangenmaß beziehungsweise die Bohrungen für die Kuppelzapfen stimmen mit der Radstellung wenigstens an der mittleren Treibachse nicht überein! Da ist ein Versatz von etwa um den halben Zapfendurchmesser vorhanden!

Der Quarterer, das Hilfsmittel, um die Zapfenstellung der Treibräder auf den Versatz von 90 Grad zu überprüfen. Ein Glück, dass ich mir diesen vor vielen Jahren einmal habe bauen lassen, nun das erste Mal, um eine Fehlstellung an einer Achse zu korrigieren.

Damit das erste Mal mein Quarterer im Einsatz und die Erkenntnis, dass die Fehlstellung am Treibradsatz erheblich ist, auch wenn dies fotografisch nicht so recht zu erfassen ist. Eingestellt habe ich die Anschlagswinkel anhand der Zapfenstellung mit den beiden übereinstimmenden Endachsen, und dann wurde die Abweichung deutlich, fast einen Millimeter steht hier einer der Zapfen weg von der 90 Grad Position, den die anderen Achsen haben. Also eines der Räder von dieser Achse abziehen und im richtigen Versatz wieder aufpressen! Nie zuvor gemacht, aber es gibt immer ein erstes Mal!

Ich war überrascht, dass ich mit dem ersten und sogar recht leichten Schlag die Achse schon aus dem rad ausgetrieben hatte. Ob das die Regel ist?

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber schon beim ersten Schlag mit dem Hammer, der noch nicht einmal sonderlich kräftig war, war die Achse schon aus dem rad herausgetrieben, was heißt, dass sie nur auf einem kurzen Stück fest gesessen haben muss. Das machte die sache natürlich sehr viel einfacher, als wenn man nur mit Mühe die Achse hätte durchtreiben müssen. Vor allem geht dabei eben nichts zusätzlich kaputt. Damit war die Korrektur der Radstellung ein leichtes, neu Aufgesetzt, die Stellung etwas korrigiert und neu aufgepresst.

Die mittlere Achse ist schon wieder zusammengefügt und nun steht die Lok wieder auf ihren eigenen - nicht Beinen - Rädern.

Das ist schon das Ergebnis, das ich damit schneller und völlig unkompliziert erreicht habe. Die Lok steht damit erneut auf eigenen Rädern und fährt nun fast ausgezeichnet, ein kleines Zwängen noch an einer Radstellung, aber das sollte sich doch einfach beheben lassen, dachte ich jedenfalls. Eines war definitiv zu behenen, der Federdruck der zusätzlichen Stromabnehmer war vielleicht doch etwas zu stark, dass da eines der Räder dann etwas schief gedrückt wurde?

Eine weitere Möglichkeit war auch, dass die Kuppelstangen jeder Seite mieinander verlötet waren, also als fest Stangen über alle drei Achsen wirkten, und dabei die Augen noch nicht einmal exakt auf Linie positioniert waren! Also Lötstelle wieder lösen, mit beweglichen Stangen sollte es doch besser werden, dafür hatte ich ja auch extra das Federspiel der Achsen mit verkürzten Federn etwas weicher eingestellt. Doch das Ergebnis war sogar regenteilig, nun humpelt die Lok viel stärker!

Was war die Ursache? Und dann die Entdeckung, eine Seite der angetrieben Achse in der Mitte, bei der ich gerade die Zapfenstellung korrigiert hatte, hat doch ein ganz erhebliches Spiel des Lagersteins in der Achslagerführung, das nur auf einer Seite, aber dann gleich zwei Zehntel Spiel! Das kann nicht rund laufen!

Woran liegt's? Man will es nicht glauben, da ist doch Klebstoff oder ein Harz an die Achslagergehäuse angebracht, um das viel zu große Spiel der Lagerbuchsen in den Führungen zu reduzieren! Da dies auch noch einseitig ausgeführt ist, muss die Achse zwangsläufig 'neben der Spur' stehen!

Und während ich noch prüfte, auf welcher Seite der Achslagerführung ich nun einen Blechstreifen von zwei Zehntel Millimeter Dicke einlöten sollte, die Entdeckung, dass der andere Lagerstein mit einem Klebstoff aufgebaut wurde, um auch auf dieser Seite das viel zu große Lagerspiel zu reduzieren. Ein Klebstoff oder ein Harz, dass das Lagerspiel verringern soll und damit zu der Schiefstellung und dem einseitigen Spiel der Achse beiträgt. Was ist hier nur gemurkst worden? Im Bild habe ich diese “Beilage” vom Lagerstein schon entfernt und einfach zur Demonstration noch einmal vor die Linse gehalten. Nicht vernünftig zu erklärender Murks, außer dass da jemand, und vielleicht schon der Hersteller, auf Behebung eines viel zu weiten Lagerspiels aus war! Aber mit völlig untauglichen Mitteln!

Ganze zwei Zehntel dicke Blechstreifen habe ich hier in die Lagerführungen der mittleren Achse eingelötet, um das Spiel auf ein normales Maß zu reduzieren! Natürlich müssen die bearbeiteten Führungen nun noch verputzt werden!

Das ist nun das Bild, wo ich auf jeder Rahmenseite 0,2 Millimeter starke Blechstreifen in die Achslagerführung der angetriebenen mittleren Achse eingelötet habe, die natürlich noch verputzt werden müssen.

Aber auch die anderen Achslagerführungen habe ich mit dünnen Blechstreifen etwas enger gemacht, auch wenn dann Blechstreifen von einem Zehntel ausreichend waren. Aber nun ist das Spiel der Achslager exzellent eingestellt!

Es kam, wie es kommen musste, die beiden anderen Achslagerführungen waren natürlich auch etwas zu weit, aber hier konnte ich mit Blechstreifen von einem Zehntel schon das Ziel erreichen. Nun werden die Achslagergehäuse in ihren Führungen tatsächlich exzellent und nahezu spielfrei geführt! Das kleine Video insbesondere für Facebook gemacht war der Beweis, wie sauber das Achsspiel nun ist und die Radsätze sich mit den weicheren Federn trotzdem sehr gefühlvoll bewegen lassen. Es sei angemerkt, dass der Rahmen bei diesem Modell nur gestanzt ist und die Stanzrifen sind auch allesamt an allen Kanten erhalten. Mit den eingelöteten Führungsstreifen habe ich nun auch eine glatte Gleitflächen erhalten, die besser gearbeitete Modelle mit gefrästen Ausschnitten in der Regel von vornherein haben.

Aber wie stimmt nun das Stichmaß der Kuppelstangen? Werden diese nun durch die veränderten Achsstellungen den freien Lauf behindern? Die nächste Nacharbeit?
 

 
Nein, es funktioniert ganz hervorragend! Diese Video zeigt die ausgezeichneten Langsamfahr-Eigenschaften deutlich! Auf der Galerie-Seite habe alle drei kurzen Video-Clips eingefügt, die diese Ergebnisse und den Weg dahin in allen Teilschritten zeigen. Diese geben dann doch manchmal mehr Informationen, als es zumeist ein trockener Text tun kann – klicken Sie doch mal den Link zuvor an!

Mit richtig handwerklicher Arbeit geht’s am Tender weiter, denn erklärtes Ziel war es, dass da ein vernünftiger Lautsprecher rein sollte!

Die Lok fährt erste Sahne, das beweisen die kurzen Videoclips in der Galerie, nun notwendige Arbeiten am Tender - und da habe ich einiges geändert. Und das alles wegen eines ''richtigen'' Lautsprechers!

In einem Bild zu Beginn des Beitrags ist noch zu erkennen, dass am Tenderboden schon einmal heftig dran gearbeitet wurde, aber ich musste nun eine generelle Veränderung schaffen. Die Höhe des Wasserkasten war einfach zu gering, um einen großen Lautsprecher sowie Decoder, dann auch noch das Powerpack unterzubringen. Also habe ich mich entschieden, den Tenderboden nahezu gänzlich auszugeschneiden, um den Lautsprecher in den Boden einsetzen zu können. Natürlich mussten auch noch die Rahmenbolster erweitert werden, aber so sieht’s nun mit all den Änderungen aus – noch ohne jede An- und Einbauten.

 
In Kürze geht’s hier natürlich weiter!

 


 

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