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Ventilated boxcars – zur Überarbeitung!

Oder wie die Amerikaner kurz sagen – “watermelon cars”

 

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English reading visitors can follow this project also on an album on Facebook with captions in English.

 

 

Sie wollen alles ganz genau wissen? – Dann ist dies nicht Ihr Weg! >>> Zur Galerie

 
Ohne die Bilder von originalen Fahrzeugen hätte es dieses Modell wohl nie in diese Galerie und Beschreibung geschafft. Einer meiner ersten Versuche, die Modelle etwas zu altern, was ich heute sicher ein bisschen anders machen würde.
 
Dieser ventilated boxcar, von den Amerikanern der oft transportierten Ladung wegen auch als “watermelon car” bezeichnete Wagen, ist nicht nur eines meiner ältesten Modelle, sondern war wohl auch einer meiner frühen Versuche, ein Modell etwas zu altern, also “aging and weathering” zu betreiben. Gut, so ein bisschen Farbe und Kreideschmierereien, die einen stark gealtereten Zustand darstellen sollten, hatte das Modell schon vom Hersteller Roco mitbekommen, aber so richtig gealtert war das Modell damit noch nicht. Also zusätzlich mein Versuch, ein Durchhängen des Wagenkastens zu realisieren, bei Plastik dann sogar mit Wärme, dazu beschädigte und ausgehängte Türen, aber auch erstmalig ein paar truss rods., damals noch ohne turnbuckles., das waren die ersten Versuche, nicht alle Modelle wie neu aussehen zu lassen. Zugegeben, würde ich diese Arbeit heute ausführen, würde das Modell dann doch noch ein bisschen anders aussehen, aber nun ist’s so, wie es ist! – Und so endete auch der Text der ursprünglichen Beschreibung!

Man sollte es nicht glauben, aber immer wieder kommen Bilder insbesondere bei Facebook zum Vorschein, wo ein Bezug zu eigenen Modellen hergestellt werden kann. Dieser ''ventilated boxcar'' hat doch eine auffallende Übereinstimmung mit meinem alten Modell von Liliput? - Quelle: Facebook, Raymond Breyer

Dieses Modell und die Arbeit daran ist eigentlich so bedeutsam nicht, dass es hier in diese Beschreibung Eingang hätte finden müssen. Aber dann fand ich dieses Bild auf Facebook, wo der Wagen dem Modell doch beinahe als Vorbild hätte gedient haben können. Ebenso ein ventilated boxcar, nicht mehr ganz neu, aber mit einigen zusätzlchen Details, die an meinem relativ alten Modell nicht nachgebildet waren. Aber dieses und dann auch noch das folgende Bild haben mich dann doch bewogen, nicht nur diese Bilder hier aufzunehmen, sondern sogar an meinem Modell noch einmal Hand anlegen, denn gerade die Luken an den Stirnseiten der Vorbilder waren für mich immer ein paar Details, die ich an meinem Modell vermisst hatte!

Und es kommt noch besser! Ein FB-Nutzer gräbt aus seinen gespeicherten Daten dieses Bild aus - so ziemlich genau dieser Wagen und dazu mit Central of Georgia beschriftet! - Quelle: Facebook, Raymond Breyer

Genau einen Tag später kam dann dieses zweite Bild zum Vorschein, auf Facebook natürlich, und da ist nicht nur erneut ein sehr ähnlicher Wagen abgebildet, sondern auch noch mit Central of Georia beschriftet, also identisch zu dem alten Modell aus meinem Bestand. Damit waren dann auch all die Hinweise vom Tisch, dass dieser Wagentyp, also mein Modell eher einem Vorbild der Southern RR. oder der Atlantic Coast Line zuzuschreiben sei, was zunächst auch das erste Bild zu bestätigen schien. Wenigstens so die Diskussionen auf Facebook.

Sieht man sich dieses zweite Bild vom Vorbild genauer an, verlangt mein Modell geradezu nach ein paar zusätzliche Details. Und auf den zweiten Blick, dieses Original hat ein Runddach und ist damit doch um einiges älter! Interessanterweise entdeckt man ausgerechnet an meinem Modell das Baujahr 1893, aber im Widerspruch dazu hat das Modell einen Stahlrahmen, der erst nach 1900 Einzug in den Wagenbau fand und darüber hinaus war er auch noch mit einer AB-Bremse ausgerüstet, die erst ab 1933 bei den amerikanischen Eisenbahnen ihren Durchbruch fand. All das sind keine echten Widersprüche, wenn man dieses Modell in den 30er oder 40er Jahren einsetzen möchte, aber für mich waren es die Argumente, das Modell unbedingt einer Überarbeitung zu unterziehen und es in einen Zeitpunkt um oder kurz nach 1900 zurückzuversetzen, wobei ich den etwas desolaten Zustand nicht gänzlich beheben möchte. So ein “leicht beschädigter” Wagen soll’s schon bleiben, ist er ja doch wohl auf dem Weg zur nächsten Wagenwerkstatt?

Und die ganze Geschichte entwickelte sich nach der Diskussion auf Facebook weiter! In den folgenden Tagen waren zwei weitere identische Modelle bei mir eingetroffen, die mir ein guter Bekannter schickte. Zwei Modelle, eines für mich, eines für den Freund – und alle werde ich nun ein bisschen umbauen und detaillieren. Und es kostete mich nichts! Ein bisschen Arbeit natürlich, aber eben auch mit einem zusätzlichen Modell für meinen 1900 Zug!

Und ein guter Bekannter schreibt dann auch davon, dass er gleich vier oder fünf identische Modelle bei sich liegen hätte! Und da der Gedanke des Umbaus nun einmal Gestalt angenommen hatte, warum nicht zwei weitere Modelle umbauen, eines für ihn und ein zusätzliches für mich?

Nun sind es drei Modelle, die ich umbauen kann, soll, muss – ein zusätzliches für mich und eines für meinen Freund.
Und mit dem ersten für mich, also das was schon anfangs dieser Beschreibung abgebildet ist, hat dann die Arbeit begonnen. Wie schon beschrieben dieses erste, ursprüngliche Modell sollte etwa in den originalen Erbausungszustand zurückversetzt werden, etwa so wie das Vorbild im zweiten Bild, wo der Rangierer auf dem Dachlaufsteg steht. Ich hatte das als gar nicht einmal so schwierig angesehen, das Einzigste, was ich dabei möglichst wenig zerstören wollte, waren Lackierung und Beschriftung, aber das ließ sich schließlich doch nicht ganz vermeiden.

Aber für die Arbeit am Wagenkasten muss dieser stabilisiert werden - durch den originalen Stahlrahmen für ein Modell von vor 1900? Mit diesen Details war der Rahmen sowieso nicht zu gebrauchen!

Von dem originalen Unterbau war allerdings auch rein gar nichts zu verwenden! Zum einen ein wenig überzeugend gestalteter Stahlrahmen und die AB-Bremse gehört auch nicht drunter, denn dieser Wagen von vor 1900 hatte nur eine Handbremse! Da aber beim originalen Modell gar kein richtiger Rahmen, sondern nur ein Wagenboden vorhanden ist, und zum Zweitens ein vernünftiges Wagengewicht realisiert werden musste, habe ich mich für eine nie zuvor realisierte Lösung entschieden.
Dazu dann einige weitere Bemerkungen ein paar Zeilen weiter unten.

Das erste Modell in der Bearbeitung - beim Bau würde man wohl sagen ''entkernt''.

Also frisch ans Werk – und das Modell zunächst einmal “entkernt”, denn mit einem neuen Dach soll alles beginnen!

Die Dachdecker sind am Werk!

Das Dach entsteht natürlich vollständig neu, denn wie das Vorbild soll auch das Modell ein Runddach erhalten. Ich gebe zu, mit diesem Bild im Bearbeitungszustand ist es eher zu erahnen, denn zu sehen, dass es ein Runddach werden wird.

Ganz neue Wege für den Rahmen - man nehme dünnes Dachdecker-Blei und erreiche damit zugleich das nötige Wagengewicht!

Das Dach ist fertig (und nun natürlich erkennbar ein rundes, was eine gewisse Ausnahme bei amerikanischen Güterwagen ist) – siehe dazu das folgende Bild, aber für die weiteren Arbeiten am Gehäuse muss ich dem Wagenkasten ein bisschen mehr Stabilität verpassen. Die dünnen Schweller an den Türöffnungen gewährleisten dies dann doch nicht.

Es sollte ja ein Holzrahmen werden, aber Holzleisten aufkleben? Da schienen mir Metallprofile besser geeignet, die für einen stabilen Rahmen aufgelötet werden konnten.

Daher musste jetzt ein neuer Wagenboden und Rahmen entstehen, wobei ich den Wagenboden aus Dachdeckerblei hergestellt, also dünn gewalztes Bleiblech, und den Rahmen aus Messing-Vierkantprofilen unten drunter gelötet habe. Am Ende soll’s zwar wie ein Holzrahmen aussehen, aber Holzleisten unter die Bleilage zu kleben, erschien mir nicht dauerhaft genug, und zum anderen musste ich dem relativ weichen Bleiboden ein bisschen Stabilität geben, was wohl mit Holzleisten auch nicht so gut zu erreichen gewesen wäre.

Ein eigentlich gar nicht so wichtiges Foto, aber so sieht's doch ziemlich manierlich aus?

So siehts dann innen aus, auch wenn dem Rahmen darunter gegenwärtig noch jede Details fehlen.

Doch auch die Spuren der sehr speziellen Konstruktion dieses Modells waren zu beheben, die Holme für die Tritteisen waren tief in den Wagenkasten eingelassen!

Eine besondere Schwierigkeit waren die tiefen Einlassungen im Wagenkasten, wo Holme für die Aufstiegseisen in den Wagenkasten eingesetzt wurden. Eigentlich eine recht ungwöhnliche Konstruktion, um die grab irons. bei der Herstellung des Modells nicht einzeln montieren zu müssen. Aufgestzte Leitern waren es nun auch nicht, auch wenn die Spritzteile ganz danach aussehen.

Also auffüllen und so gut wie möglich die Wagenwände in ihren Normalzustand versetzen!

Auch wenn es nicht ganz einfach war, diese Vertiefungen auszufüllen und farblich dem Wagenkastenkasten anzupassen, aber damit habe ich recht brauchbare Oberflächen erhalten, auch wenn sie wohl am Ende doch noch eine Farbbehandlung brauchen werden.
Aber da muss sowieso noch etwas passieren! Zum einen wollte ich nicht die (auch noch identischen) Kreideschmierereien an gleich zwei Modellen erhalten, noch dazu an einem Wagen von vor 1900, und zum anderen musste ich einige Beschriftungen auch entfernen, da sie genau auf den Positionen weiterer Veränderungen am Wagenkasten plaziert waren. Eine Nacharbeit mit neuen Decals ist damit unumgänglich, da sollten die farbliche Nachbehandlung am Ende ein Aufwasch sein! Fallen Ihnen die bereits von Beschriftungen und Kreideschmierereien bereinigten Flächen auch auf? Einige weitere werden wohl noch folgen!

Jetzt kanns losgehen! Hinzufügen der Details, wie sie am Vorbildfahrzeug zu finden sind.

Die ersten Detaillierungsarbeiten musste ich unbedingt im Bild festhalten! Die Gitter an den Lüftungsöffnungen der Seitenwänden sind die ersten ergänzten Teile, auch wenn ich sie noch nicht geschwärzt habe.
Es war ein glücklicher Umstand, dass ich mit den ersten Gedanken an einen Umbau und die Detaillierung dieses Wagenmodells eine Modellbahnausstellung besucht hatte, wo ein Kleinteilehersteller diese Teile als “Gully-Abdeckungen” anbot und sie mir auch noch ins Auge gefallen sind. Wie hätte ich sie sonst gebaut? Auch als Ätzteile hergestellt? Bin mir da nicht ganz sicher, aber so sind sie nahezu perfekt für mein Modell.

Und bald bin ich mit den Lüftungsgittern an beiden Seiten des Modells herum, auch wenn sie noch metallisch blank sind. Die ersten Versuche der Detaillierung. Ganz schön friemlig, wenn ich dann auch noch versuche, Haken und Ösen anzubringen.

Schritt für Schritt geht’s voran! Erst die Lüftungsgitter an den Seiten, dann an den Stirnwänden. Dabei wird die Detaillierung jedoch etwas schwieriger, möglicherweise weil ich mich für die Verwendung von Holzleisten entschieden habe? Ich wollte aber die einfach zu färbenden Holzleisten einsetzen, um eine vollständige Neu- bzw. Nachlackierung weißer Plastik-Streifen zu vermeiden. Dazu die Frage, jedoch mehr an mich gerichtet, sind die Details, wie Sperrhaken und Öse an den Schiebetüren, im ersten Versuch nur an der Stirnseite unten, vielleicht nicht doch überdimensioniert, auch wenn sie aus dem feinsten Draht entstanden sind, den ich dafür bearbeiten kann. Im Moment bin ich echt im Zweifel, ob ich so weitermachen soll?
Werde versuchen, ein paar Meinungen einzuholen, viellecht ist aber einfacher doch einfacher! Vielleicht sogar schöner?

Ja, noch bevor die Antworten kamen, hatte ich das Werkzeug wieder in der Hand – und weiter ging’s! Und das ist letztlich rausgekommen, meiner Meinung nach eine ziemlich gut brauchbare Ansicht von der ersten, ja und auch der zweiten Stirnseite!

Aber es war schon nicht verkehrt, diese Lüftungsfenster mit Türen und Gitterrahmen zu vervollständigen, jetzt mit ein bisschen Farbe bin ich doch zufrieden! Auch am anderen Wagenende sind die Belüftungsfenster angebracht - und dazu ein wenig modifiziert.

Um ein paar Unterschiede der beiden Stirnseiten einzubringen, habe ich die Schiebefenster und Abdeckungen jeweils ein bisschen anders positioniert. Aber so sollte es dann auch bleiben, denn an diesem Wagen soll ja durchaus eine gewisse Unordnung sein!

Mit dem Dach geht’s weiter, roofwalks oder running boards oder einfach Dachlaufstege sind das Nächste! Und das geht bei mir üblicherweise so: Aufkleben der Bretter, Löcher bohren mit einer einfachen Bohrlehre, Drahtstifte einsetzen, verschneiden und verschleifen …

Roof walk, running board, Dachlaufsteg - alles Begriffe, worum ich mich nun gekümmert habe. Und so werden diese befestigt, fast so wie beim Vorbild (neben dem Kleben). Vorbohren für kleine Stifte mit einer simplen Bohrlehre. Einsetzen, besser Einpressen von Draht in die Bohrungen,  ...
... abschneiden, ... abfeilen der überstehenden Längen und schon sieht's aus, als wären die Bretter genagelt.

… und dann – wenigsten als Bild – eine “Letzter-Nagel-Zeremonie”, eine Gepflogenheit bei den amerikanischen Eisenbahnen, allerdings beim Zusammentreffen einer neuen Eisenbahnverbindung, wenn von zwei Ausgangspunkten aus gebaut wurde. Aber diese “Zeremonie” habe ich hier einfach einmal für meinen Modellbau adaptiert. Mal sehen, wie’s ankommt?

Übergang zu den zeitaufwendigen Details, mit dem Unterboden geht’s los, denn bisher existiert ja nur der nackige Rahmen.

Mit den Details unten drunter geht's weiter! Bolster für die Drehgestelle, queenposts und truss rods und eine einfache Handbremse, denn der Wagen ist von vor 1900! Eine Seitenansicht, nun mit neuen Drehgestellen auf eigenen Rädern stehend. Aber jetzt sind noch die Details am Body dran und das sind auch nicht gerade wenig!

Zusammengefasst sind es die Dinge, die ich immer wieder realisere:
Neue frame bolster. für neue Drehgestelle, natürlich die älteren 5ft. archbar trucks. von Tahoe, queen posts. und truss rods. aus der eigenen Werkstatt und eine Handbremse. Luftdruckbremsen gab es im Erbauungsjahr 1893 des Wagens noch nicht, aber da das Modell mit meinem 1900er Zug fahren soll, habe ich eine durchgehende Druckluftleitung angebaut. So kann der Wagen wenigsten in einem mit Druckluft gebremsten Zug eingestellt werden und mitfahren, auch wenn er dann eben nicht an die “Automatik-Bremse”, bei uns durchgehende Druckluftbremse, angeschlossen ist. Und das war in der Übergangszeit reguläre Praxis, bis der Einsatz von Wagen ohne “Automatik-Bremse” grundsätzlich verboten wurde.

Was sonst eher selten möglich ist, wenn ich alle Modelle gleichzeitig bearbeite - hier der direkte Vergleich von Original links und dem gealterten Umbau rechts.

Ein Bild, dass mir sonst kaum gelingt, aber hier ist’s möglich – zwei gleiche Modelle, das eine links im Ursprungszustand und rechts meine Bearbeitung. Deutlich ist zu erkennen, dass das bearbeitete Modell tiefer auf den Drehgestellen steht und der Alterungszustand, das Durchhängen, ist ja wohl auch nicht zu übersehen.

Alle zusätzlichen Teile sind angebaut, damit sieht das Modell doch dem Vorbild um einiges besser angepasst aus.

Mit diesem Bild sind nun auch alle neuen Teile ergänzt! Was fehlt, sind noch die zu bearbeitenden Schiebetüren, da sind mir die Gitter einfach zu grob! Und die schon einmal ergänzten Türverriegeungen waren mit diesen anderen Verbesserungen dann auch nicht mehr passend, weshalb ich sie schon entfernt hatte.

Nach wie vor gefallen mir die ''genagelten'' Dachlaufstege, fast schade, dass ich die Nägel schwärzen muss!

Noch einmal ein Blick auf das Dach, nun ebenso vervollständigt – und ich muss sagen, ich liebe diese Nagelimmitationen. Zu schade, dass ich sie am Ende schwärzen muss, denn glänzende Nagelköpfe hat man wohl niemals bei einem Eisenbahnwagen, gar noch mit “Gebrauchsspuren”, vorgefunden.

Nur ein letzte Arbeitsschritt musste nun noch folgen – die Schiebetüren bedürfen unbedingt noch einer Nachbearbeitung!

Die Türen mit den Lüftungsgittern sind nun die letzten Teile die einer Bearbeitung bedürfen - und dieses Bild liefert den Beweis, dass meine Idee, wie ich arbeiten wollte, funktioniert hat.

Und so wie ich mir die Verarbeitung gedacht hatte, hat’s auch funktioniert. Habe ich doch ein neues feineres Gitter erreicht, was der übrigen Detaillierung auch gut entspricht.

Dre Türen nebeneinander, von links - eine originale Tür, alles Plastik und ziemlich grob. Mein sehr früher Versuch der Alterung, eher verschlimmbessert! Und letztlich die überarbeitete Tür, fast zu schön für einen ziemlich alten Wagen!

Ein Vergleich, von links – eine originale Tür mit einem recht groben Plastik-Gitter, mein mehr schlecht als recht ausgeführter Versuch, da eine gewisse Alterung ins Spiel zu bringen und rechts nun die Tür mit einem neuen Gitter, nicht unbedingt zu fein, aber fast zu akkurat für einen solchen Wagen, der an anderen Stellen doch ein paar erhebliche Gebrauchsspuren aufweist! Sollte ich da vielleicht noch was korrigieren?

Jedenfalls hatte ich nach einem ganzen Tag Arbeit das nachfolgende Bild in meinen US-Foren mit der Frage präsentiert, wofür diese kleine Vorrichtung den gut sei. Die richtigen Antworten kamen tatsächlich, aber nachdem ich dann weitere Bilder vorgestellt hatte, war se wieder einmal nötig zu erklären, wie ich denn mit der Vorrichtung gearbeitet hatte.

Wie das neue Gitter herstellen? Die Basis, eine Lehre, um Sägeschnitte in die Rückseite der Tür möglichst gleichmäßig einzubringen. So einfach geht's nun! Voraussetzung war natürlich, das die Lehre mit größtmöglicher Genauigkeit entstanden ist, insbesondere was die Abstände der Nuten für die Sägeschnitte betraf!
Eine fertig vorbereitete Tür, ... ... um die neuen feinen Gitterstäbe einzulegen, die zunächst einmal mit Klebeband fixiert und dann an beiden Enden verklebt werden.
Nach den Verkleben an allen Streben, rückseitig verschleifen ... ... und an der Frontseite Handgriff und Arretierungshebel anbringen. Fertig! In diesem Fall ist's die erste Tür, die auch zum Versuchen herhalten musste!

Und so entstanden dann noch diese Bilder – und nun weiß jeder Bescheid! Einfach zum Nachmachen! Und damit kann das erste Modell dann auch vervollständigt werden!

Das ist nun das erste bearbeitete Modell! Vielleicht gefällt es Ihnen? Es ist zwar nicht groß verändert, aber eben zusätzlich detailliert. Nun sind auch alle mehr oder weniger falschen Details entfernt und augetauscht und damit ist das Modell gut für die Zeit nach 1900 einsetzbar!

Was hiermit dokumentiert wird!

Um es genau zu sagen, dieser Wagen ist in den Ursprungszustand von 1893 zurückversetzt und nur mit einer durchgehenden Luftleitung ergänzt, die einen Einsatz nach 1900 erforderlich macht. Das Einzige, was ich noch ergänzen sollte, sind ein paar Beschriftungen, die ich wegen der neuen seitlichen Lüftungsgitter entfernen musste. Aber das könnte dann wohl in Verbindung mit der Überarbeitung des zweiten Modells geschehen.

Ventilated boxcars – zum Zweiten!

Nach einer kurzen Unterbrechung geht’s nun mit dem zweiten Modell weiter und das sei mal vorher gesagt, es geht mit größter Wahrscheinlichkeit als Geschenk zu einem Freund, der diesen Beitrag sicher nicht lesen wird, so dass ich hier ruhig drüber schreiben kann und es trotzdem eine Überraschung werden wird.

Dieses Modell möchte ich in einen etwas modernisierten Zustand versetzen, also etwa in die Jahre 1910 und später, was die Ergänzung mit einigen Komponenten erfordert, um den ersten Vorschriften der AAR. zur Ausstattung von Eisenbahnwagen gerecht zu werden. Das sind insbesondere eine automatische Kupplung, automatische Druckluftbremse, einheitliche Anordung von Handgriffen, Vorschriften für Aufstiegsleitern, Entkupplungseinrichtungen und einiges andere mehr, kurz gesagt, alles Dinge, die der Sicherheit im Eisenbahnbetrieb und des Personals dienen.

Über automatische Kupplungen muss ich nicht schreiben, die ist mit der Verwendung von Kadee-Kupplungen realisiert, aber ich musste im Gegensatz zum ersten Modell nun eine Luftdruckbremse installieren, also das, was ich bei schon zwanzig oder dreißig oder gar mehr Modellen gemacht habe, in diesem Fall eine sogenannte K-Bremse..

Das zweite Modell wird nun ein bisschen ins 20. Jahrhundert versetzt, damit muss es unter anderem eine Druckluftbremse bekommen, genauer noch, ein K-Bremse. Und damit sieht das Bremsgestänge auch ein bisschen anders aus.

Daher ist dies eigentlich gar kein so neues Ergebnis, dieses Bremsgestänge für den ventilated boxcar. Falls Sie ein bisschen mehr darüber lesen möchten, dann finden Sie dies etwas ausführlicher in meinem Artikel über den Bau von K-Bremsen – für Modelle um 1900.

So ist es nun mit allen Details unterm Rahmen auch schon montiert, einschließlich Bremszylinder natürlich! Ein Blick von der Seite, sieht so schon ganz gut aus, auch wenn am Wagenkasten noch keinerlei Veränderungen ausgeführt wurden.

Das Ergebnis einmal mit der Sicht von unten auf den Rahmen und schließlich in einer Seitenansicht, so wie ich es mir immer wieder gern selbst zu Gemüte führe, auch wenn der Wagenaufbau noch in keiner Weise verändert wurde.

Die ersten beiden Modelle nebeneinander, jedoch nur um die Unterschiede unterm Rahmen deutlich zu machen. Links nur mit einer simplen Handbremse und rechts ergänzt mit einer Luftdruckbremse.

Dazu noch ein erster Vergleich zwischen dem “ganz alten Wagen” links im originalen Zustand von 1893, den ich noch zusätzlich gealtert habe, und dem “modernisierten Modell” rechts, wo sich die installierte Luftdruckbremse deutlich von der einfacheren Konstruktion am linken Modell abhebt.

Mit den Änderungen am Wagenkasten geht’s nun weiter!

 
Und letztlich, ein drittes Modell liegt auch noch zur Bearbeitung auf dem Arbeitstisch und auch dieses wird wohl etwas differenziert umgebaut – und hier natürlich in nächster Zeit auch dokumentiert!

 


 

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