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Cabooses …

… hier nun alles darüber zusammengefasst!

 

Dies ist der Weg für alle, die sich nur Bilder anschauen möchten >>> Zur Galerie

 
Lange Zeit habe ich mich in erster Linie damit beschäftigt, nicht ganz alltägliche Wagenmodelle oder außergewöhnliche Ladungen zu bauen. Natürlich habe ich immer wieder auch die Möglichkeit gesucht, meine Modelle vorzustellen oder auf einem größeren Layout auch fahren zu lassen, aber eines stimmte dann doch zumeist nicht, ich hatte niemals die zur Lok passenden cabooses. (nicht cabeese!) und das stört mich nun seit einiger Zeit. So sehr, dass ich beschlossen hatte, “da muss ich was tun”, um mal einen ziemlich bekannten Werbespott zu zitieren.

So richtig bewusst wurde mir dieser Mangel bei meinem kurzen Xtra-train mit dem riesigen Druckbehälter, dessen Bau ich unter Ein Druckbehälter – als gewaltige Ladung! beschrieben habe. Und am Ende finden Sie in jener Beschreibung einige Bilder, wie dieser Zug im noch nicht ganz fertigen Zustand aussieht, zwar auch mit einem Caboose, das ist aber eine Allerweltsproduktion und in keiner Weise zu der G1 der N&W passend, auch wenn diese Gesellschaft drauf geschrieben steht. Damit war endgültig der Moment gekommen, wo ich mich um korrekte Zugzusammenstellungen bemühen wollte, und das soll unbedingt auch für weitere Zuggarnituren gelten!

Nachdem ich die ersten richtig passenden Modelle für die Loks der Norfolk and Western Railway erwerben konnte und meinen Vorstellungen entsprechend überarbeitet habe, wollte ich gleich noch einen Schritt weiter gehen, und auch für die nächsten Lokmodelle die passenden Cabooses Beschaffen und bearbeiten. Ich gebe zu, das Menü links wird langsam lang und länger und damit vielleicht auch ein bisschen unübersichtlicher, also habe ich nun alles die Cabooses betreffend zusammengefasst. Und deswegen geht es jetzt hier mit einer Übersicht los, wo Sie zu all den bisher bearbeiteten Modellen die entsprechenden Auswahlmöglichkeiten vorfinden werden, wie aber auch in nächster Zeit die Beschreibungen der folgenden Arbeit finden werden.
Und los geht’s damit heute schon, wobei ich frage möchte, ob das vielleicht doch anderswo besser aufgehoben wäre.
 

Die (noch etwas kurze) Auswahl der bearbeiteten Cabooses:

 


Ein Caboose der N&W class CG für meine Züge um 1930

!
You can read also an English description including comments of readers
which I write side by side in my blog on Model Railroad Hobbyist.

 

Für den zuvor aufgeführten Zug sollte es aufgrund der Zuordnung zum Jahr 1922 ein passender Caboose der Klasse CF der N&W sein, einer aus den Jahren nach 1900 noch mit Holzbeplankung, den ich dann aber doch nicht als ein erstes Modell für korrekte Zuggarnituren erstehen konnte, sondern es war dieser Caboose der Klasse CG der Norfolk & Western Ry., der sehr gut zu meinem 1930er Zug passt, den ich demnächst mit meiner N&W-Lok der Klasse M bespannen möchte, eine 4-8-0, also ein twelve-wheeler. Allerdings steht die Digitalisierung noch aus, aber die Arbeit an der Norfolk & Western – class M hat begonnen!

Das Original, einer der Norfolk and Western Cabooses der class CG in einer Seitenansicht, von denen insgesamt 25 Stück gebaut wurden. Copyright NWHS.org Der gleiche Caboose, nur etwas anders aufgestellt und fotografiert. Das war eines der Bilder, wonach ich versucht habe, mein Modell auszustatten . Copyright NWHS.org

Nutzung mit Genehmigung der Norfolk & Western Historical Society.

Das ist nun genau der Caboose, der zu der zuvor genannten Lok gehören wird, ein Caboose der class CG der Norfolk & Western Ry., der in den Jahren 1927/28 in 25 Exemplaren von den eigenen Werkstätten der N&W gebaut wurde und für die N&W der erste Caboose in vollständiger Stahlbauweise. Vielleicht darf ich hier an dieser Stelle einmal auf die Besonderheiten bei der Stahlbauweise aufmerksam machen. Wenn wir Modelle kaufen, würden wir jemals eine solche krumme und verzogene Seitenwand wie im ersten Bild kaufen wollen? Und ich kann Ihnen versichern, dass zieht sich wie ein roter Faden durch den Bau von Eisenbahnfahrzeugen (und auch sonst darüber hinaus), wenn glatte Bleche als Beplankungen verwendet werden, gleich ob sie nun genietet oder geschweißt werden.

Damit zu dem Modell, ein Messing-Handarbeitsmodell, gebaut von Ajin in Südkorea, importiert von Overland Models Inc. Den Bildern nach sah das Modell recht ansprechend und ordentlich aus, somit sollte eigentlich nicht viel schief gehen, dachte ich jedenfalls.

Ein neues Modell - der Caboose der Norfolk & Western Ry. der class CG. Ein Stahl-Caboose, gedacht für meinen 1930er Zug.

Und so sah es dann aus, der Caboose von ca. 1930 in Stahl-Bauweise. Fällt ihnen außer der krummen Handbremswelle oberhalb des Geländers der Plattform etwas auf? Natürlich sind keine Kupplungen dran und die Bremsschläuche sind nur beigelegt, vorsichtshalber. Aber sonst? Könnte eigentlich stimmen, selbst die Bettendorf “Swing Motion” trucks waren etwa ab Mitte der 20er Jahre für die cabooses schon im Einsatz, sicherten sie doch einen noch komfortableren Lauf für die Begleitmannschaft als die Bettendorf trucks mit Blattfedern (leaf springs), die in der Regel bei cabooses statt der für Güterwagen üblichen Spiralfedern (coil springs) eingesetzt wurden. Dass die Drehgestelle mit ordinären Bohrungen für die Lagerung der Achsen äußerst schlecht liefen, das können Sie leider nicht sehen, aber es war eine Tatsache, denn da habe ich schon genügend schlechte Erfahrungen gemacht, die immer wieder auf’s Neue zu beheben waren. Also war auch hier die Notwendigkeit, etwas zu verändern, ja die Drehgestelle sogar zu tauschen, denn diese cabooses wurden, wenn überhaupt, erst sehr viel später mit diesen Bettendorf swing motion Drehgestellen ausgerüstet.

Selbstverständlich auch ein Bild von unten drunter, ist schließlich ein Modell von Overland.

Doch auf der Unterseite kam es schlimmer, die zwei Pfeile weisen darauf hin!

Aber diese zwei Pfeile zeigen die ersten ganz offensichtlichen Mängel, ein einfach abgeknipster Hebel und der fehlende Kloakenpot für's Plumpsklo.

Sehen Sie links, dass einer der Hebel der Bremse einfach am Hauptträger des Rahmens mit dem Seitenschneider abgeknipst wurde? Er hätte ansonsten die freie Bewegung des Drehgestells behindert. Wobei, wie viel Bewegungsfreiheit braucht so ein Drehgestell? Schließlich sind wir nicht bei Märklin mit deren 36 Zentimeter Basiskreis! Und der rechte Pfeil verweist auf ein Loch, denn da fehlt noch der bei allen N&W cabooses genau an dieser Stelle unter dem Wagenboden aufgehängte Kloakenpot des Plumpsklos, genau unterhalb des kleinen Fensters in der Seitenwand (im Bild oben gerade nicht sichtbar), das auf die Toilette im Wagen hinweist. Auch dieses Teil ist nur beigepackt, warum eigentlich? Dass da die passende Schraube nicht beigelegen hat, obwohl ein Gewindeloch vorbereitet war, das wird sicher nur den weniger versierten Modellbauer in Schwierigkeiten bringen, ein Manko war’s trotzdem! Und sonst noch? Eine geknickte Zugstange, eine andere, deren Ende frei in der Luft hängt, und ein paar weitere Dinge, die ich mit weiteren Bildern in der Galerie dokumentiert habe. Eigentlich sind das nun doch schon nicht ganz wenige Mängel, aber es kam noch um einiges schlimmer!

Es war für mich selbstverständlich, dass ich mit ein paar Recherchen möglichst genaue Daten und Zusatzinformationen über dieses Modell suchte und auch fand, und eine dieser Quellen sind die Archivseiten der N&W Historical Society, die eine Menge an Informationen auch die Cabooses der class CG lieferten, Bilder wie auch Zeichnungen. Dass da jede Menge weitere Informationen über die mehr als 40 Klassen der cabooses bei der N&W zu finden sind, sei nur so nebenbei bemerkt. Und dass darüber hinaus dieses Archiv die wohl umfangreichsten Informationen zu den Fahrzeugen der N&W liefert, Wagen wie Lokomotiven gleichermaßen, macht diese Quelle wohl für alle Interessenten so richtig bedeutsam. Und auf einiges davon habe ich in meinen Beschreibungen ja selbst schon Bezug genommen.
Aber mit dem, was ich zu meinem Caboose fand, da begannen nun die Probleme erst so richtig!

Leider kann ich hier nicht anhand der Bilder dieser Sammlung die sich offenbarenden Probleme dokumentieren, denn das hätte nicht ganz unerheblich Geld für die Nutzungsrechte der Bildern gekostet. So will ich versuchen die Dinge in Worte zu fassen, wobei diese zwei nachfolgenden Originalzeichnungen mit den Bremsanlagen helfen könnten, die Probleme zu erkennen wie auch meine Entscheidung zum Umbau zu untermauern. Schließlich habe ich diese beiden Zeichnungen auch deshalb erworben, weil ich letztendlich nach einer davon die Bremse neu aufbauen wollte – denn soviel vorab, so wie das Modell gebaut wurde, war ganz schön viel fehlerhaft oder bestenfalls halb richtig.

Diese Zeichnung der AB-Bremsanlage wie am Modell zeigt es deutlich, dass da am Modell wohl so einiges nicht stimmt! Courtesy of Norfolk & Western Historical Society

Diese und die nachfolgenden Zeichnungen werden mit Genehmigung
der Norfolk & Western Historical Society genutzt.

Die erste Zeichnung im Original zeigt den Aufbau der Bremse eines cabooses mit AB-Bremse., leider in der Ansicht von oben, so dass man dies nur schwierig mit dem Modell vergleichen kann, das man ja immer von unten betrachtet, wenn es um die Bremse geht.

Und damit man das Modell von unten und die Zeichnung besser vergleichen kann, ist hier die Zeichnung auf den Kopf gestellt. Courtesy of Norfolk & Western Historical Society

AB-brakeDeshalb habe ich diese Zeichnung hier auf den Kopf gestellt, damit kann man oben und unten wie rechts und links gut mit dem Modell vergleichen, auch wenn damit die Beschriftungen nun überhaupt nicht mehr lesbar sind. Aber das erschien mir hier nicht so wichtig.

Noch die Variante vom Zeitpunkt des Baus dieser Cabooses mit einer K-Bremse, ebenso auf den Kopf gestellt. Und genau diese gehört an mein Modell! Courtesy of Norfolk & Western Historical Society

K-brake

Die zweite Zeichnung stellt leider nicht direkt die Bremse dar, sondern zeigt den Aufbau des Rahmens, wobei die Komponenten der Bremse nur als Ergänzungen und daher mit Strichlinien gezeichnet sind. Auch wenn diese Bremse im Gegensatz zur vorherigen eine K-Bremse. ist, so ist dies doch für die Entscheidung wichtig, ob und wie das Modell modifiziert werden sollte. Da auch bei dieser Zeichnung der Blick von der oberen Seite auf den Rahmen gerichtet ist, musste ich die Ansicht wie schon im Bild zuvor auf den Kopf stellen, …

Und das Bild des Modells zum Vergleich. Da sind dann schon ganz erhebliche Unterschiede festzustellen, abgesehen von den direkten Mängeln.

… so dass nun beide Zeichnungen mit dieser Ansicht des Modells von unten vergleichbar sind. Sie können das am besten an der Position des “Pots” erkennen, überall links oben und beim Modell da, wo das Loch ist, wo der Pot noch fehlt.
Und nun frage ich Sie, welcher Zeichnung ist das Modell bezüglich der Bremse am ähnlichsten?

Wenn man die Details einmal einzeln benennt und den Zeichnungen zuordnet, kommen sicher auch Sie zu den folgenden Aussagen.

  • Das Modell besitzt trotz aller Unvollkommenheiten eine AB-Bremse, auch wenn die Anordnung der einzelnen Elemente der Bremse in keiner Weise mit der ersten Zeichnung für einen Caboose der class CG übereinstimmt.
    Es sollte jedoch erwähnt werden, dass es derartige Unterboden-Arrangements tatsächlich gegeben hat und unter den Dokumenten der NWHS findet man diese bei den Cabooses der Klassen C-2 und CH. Der exzellente Modellhersteller Kohs & Company hat eines seiner großartigen N&W C-2 Caboose-Modelle mit exakt dieser Ausstattung hergestellt, was Sie sich durchaus einmal ansehen sollten.
  • Das Modell hat zwei Werkzeugkisten, was eher der Zeichnung mit der K-Bremse entspricht, wobei man durchaus auch eine davon entfernen könnte, wenn es um die korrekte Ausstattung des Modells mit einer AB-Bremse entsprechend der ersten Zeichnung ginge.
  • Betrachtet man die Handbremse an den Stirnseiten des Modells, die Sie im Bild eingangs recht gut erkennen können, so stellt man eher übereinstimmende Merkmale zu der Zeichnung mit der K-Bremse fest, nämlich eine ältere Handbremsen mit senkrechter Welle und aufgeschraubten Handrädern wie hier beim Original. Sie können im Bild wie in der Zeichnung sogar einen den Gegebenheiten angepassten “Carmer coupler lifting lever”., also einen speziellen Entkupplungshebel erkennen, den das Modell in stark vereinfachter Form auch besitzt und was eher für ein Fahrzeug um 1930 und damit für eine K-Bremse spricht. Wobei, dieser Carmer-Entkupplungshebel könnte am Modell natürlich auch etwas besser nachgebildet sein!

Und welche Schlussfolgerungen würden Sie nun daraus ziehen?

Meine Entscheidung wird insbesondere auch dadurch bestimmt, dass ich diesen Caboose als Schlusswagen meines 1930er Zuges einsetzen möchte. Bei diesem Modell muss diese Bremse daher durch eine K-Bremse ersetzt werden, dann stimmt eigentlich alles und jede andere Entscheidung wäre unsinnig.
Natürlich wurden auch diese um die Jahre 1927/28 gebauten cabooses später modernisiert, mit AB-Bremsen ausgestattet und die Handbremsen zu solchen mit Ajax-Bremsgetrieben und vertikal angeordneten Handbremsrädern wie hier im Bild umgerüstet, so wie alle modernen Wagen heutzutage ausgestattet sind. Weitere Bilder wie Zeichnungen beweisen, dass es diese cabooses mit der alten wie auch der moderneren Ausstattung gab, aber dieses Modell kommt mir mit einer K-Bremse für meine Einsatzwecke viel mehr entgegen, als wenn ich das Unterboden-Arrangement auf eine korrekt installierte AB-Bremse umrüsten würde, die dann auch die Modifikation der Handbremsen gemäß des Bildes zuvor nach sich ziehen würde. Und da müsste ich so richtig viel umbauen oder ich sollte mir gleich ein passendes Modell beschaffen, die ja auch immer wieder einmal angeboten werden.

Für mich also eine eindeutige Entscheidung und sogar ein relativ leicht auszuführender Umbau. Am Ende sollte mir damit ein in jeder Beziehung korrekt gestaltetes Modell zur Verfügung stehen. Oder sollte ich vielleicht auch noch die eine oder andere Änderung am Wagenkasten vornehmen? Ein Freund hat mich jedenfalls auf einen Schwachpunkt hingewiesen, der geradezu typisch für Messingmodelle ist. Aber nun doch erst einmal die Bremse und dann werden weiter sehen!

Je näher man das Modell betrachtet, um so mehr Mängel fallen einem auf! Sehen Sie hier die Bolster und Querträger? Nichts weiter als die Deckbleche!

Schon beim ersten Handgriff fiel ein weiterer Mangel ins Auge, als ich die Überarbeitung der Bremse in Angriff nehmen wollte. Statt solider Bolster. sind am Rahmen lediglich die Deckbleche angelötet. Auch für die etwas leichter ausgeführten Rahmen-Querträger, die etwas mehr zur Wagenmitte hin angeordnet sind, sind lediglich die Deckbinder ausgeführt, wobei gerade im letzten Zeichnungsbild deren Konstruktion als Tragstützen über die ganze Wagenbreite ganz deutlich zu erkennen ist. Eigentlich doch ein arg mangelhaftes Modell, wobei man auch das Alter von 25 Jahren nicht als Entschuldigung gelten lassen kann. Schließlich habe ich es ganz neu, unbespielt und in der Originalverpackung gekauft. Langsam beginne ich daran zu zweifeln, ob der doch recht guten Name von Overland Models Inc. und die Preise für deren Modelle tatsächlich gerechtfertigt sind? Natürlich kann man alles nacharbeiten, aber ist es der Sinn der Sache, wenn man hochpreisige Modelle kauft und damit glaubt, auch ein gutes Modell zu besitzen? Eigentlich wird es immer deutlicher, dass in der Zwischenzeit die Qualität von Plastikmodellen insbesondere bei Wagen vielmals schon besser als die von Messingmodellen ist, wobei es bei den Industriemodellen natürlich auch erhebliche Ausreißer nach unten geben kann, ich hatte gerade selbst wieder so ein Modell in der Hand. Aber gerade bei cabooses ist die Vielfalt so groß, dass es auch alle industriellen Hersteller zusammen nicht schaffen werden, diese Vielfalt jemals nachzubilden. Also bleiben für solch spezifische Modelle letztendlich doch nur die Kleinserien der Messingmodell-Hersteller mit all den aufgezeigten Problemen, oder auch anderen. Leider!

Bolster und Querträger haben ihre Stützwände und Profile erhalten und als erstes Teil für die neue K-Bremse ist der Bremszylinder hinzugefügt.

Ein Anfang ist gemacht, der wie fast immer mit dem Nacharbeiten nicht sorgfältig genug bearbeiteter Lötstellen begann, ebenso wie ein paar Löcher verschlossen werden mussten, die von den demontierten Bremsteilen herrührten. Gemäß der Zeichnung zuvor habe ich die Träger und Blechwände an den Bolstern und Querträgern ergänzt und dann auch schon den Bremszylinder für die neue K-Bremse auf eine Konsole aus Messingblech gesetzt, auch wenn ich diese dann angeklebt habe. Ich bin mir sicher, dass ich mit Löten doch mehr Schaden angerichtet hätte, als mir lieb gewesen wäre.

Die vollständige Bremsmechanik ist entstanden und zur Übersichtlichkeit noch einmal mit dem Bremszylinder ins Bild gesetzt.

Mit der Bremsmechanik ging es weiter, wobei ich versucht habe, mich möglichst genau an die letzte der drei Zeichnung, die mit der K-Bremse zu halten. Deutlicher dürfte dies sicher erst im montierten Zustand werden, nur die Länge des rechten großen Querhebels war zu verändern, durch den die beiden Handbremszüge zusammenführt und dann mit einer kurzen Zugstange zum Hauptbremshebel verbunden werden. Wenn Sie sich erinnern wollen, das war genau die Stelle, wo der Hersteller eine Seite des Hebels ruckzuck mit einem Seitenschneider einfach abgeknipst hatte. Das war der am Anfang dokumentierte Mangel, den ich im dritten Bild mit einem Pfeil markiert hatte. Die Änderung war nicht ganz zu vermeiden, um die Beweglichkeit des einen Drehgestells zu gewährleisten, aber es geht eben auch weniger radikal und unsensibel, als es der Hersteller des Modells getan hat.

Ich muss zugeben, dass dies wohl die bisher am Schwierigsten zu bauende Bremse war, die ich bisher auf dem Arbeitstisch hatte. Grund ist das kleine Teilchen oben am Hauptbremshebel, die Verbindung zu den Handbremsen, die ich hier mit einer Führung mit Langlöchern (Kulissenführung) wie in der Zeichnung hergestellt habe. Bei fast allen Bremsanlagen ist diese notwendige Längenveränderung durch eine recht simple Lösung realisiert, da ist einfach eine kurze Kette dazwischen gehängt. Hier ist es (leider) eine Langlochführung, die beidseitig über den Hebel gleitet und mit Bolzen gesichert ist – und dieses Teil war dann doch recht schwierig herzustellen. Diese nicht starre Verbindung muss einfach sein, denn wenn der Kolben des Bremszylinders beim Bremsvorgang den Hauptbremshebel von sich wegschiebt, muss eine nachgebende Verbindung verhindern, dass die Luftdruckbremse gegen die Handbremsmechanik arbeiten muss. Und dies gewährleistet dann nur eine flexible Verbindung, eben eine kurze zwischengehängte Kette oder so eine Kulissenführung mit Langloch wie in diesem Fall.

Ich muss auch gestehen, dass bis einschließlich des sechsten Versuchs immer etwas schief lief, erst der achte Anlauf brachte schließlich ein brauchbares Ergebnis. Ein Aufwand, was man diesem kleinen Teil natürlich nicht ansieht. Und nun fragen Sie bitte nicht, ob sich diese Führung auch noch bewegen lässt? Nein, sie tut es nicht! In diesem Fall habe ich den Bolzen und die gesamte Verbindung mit etwas Lötzinn gesichert. Es wäre unverzeihlich, wenn sich diese schwierige Verbindung durch irgendeinen ungewollten Handgriff wieder lösen würde. Zusätzlich aufwändig ist diese Bremse natürlich durch die Tatsache, dass sich an jedem Wagenende eine Handbremse befindet, die durch diesen großen Querhebel zu einem Zug zusammen geführt werden, aber das war dann schon fast ein Klacks gegenüber der Langlochführung.

Montiert! Einschließlich der Fangeisen. Und damit ist auch eine relativ gute Übereinstimmung der Bremse zu den class CG cabooses der N&W hergestellt!

So sieht’s dann am Wagen aus, die Bremse ist montiert und alle Fangeisen sind dazu angebaut. Und das alles ähnelt der dritten Zeichnung von der Unterseite des Caboosess der CG-Klasse gemäß der dritten Zeichnung doch schon um einiges ähnlicher! Meine ich jedenfalls.

Nun noch mit den Drehgestellen in einer Gesamtansicht, auch wenn es noch die originalen sind, die ich demnächst noch ersetzen werde.

Wesentlich besser ist der Eindruck mit den wieder angebauten Drehgestellen, wobei ich gerade diese nicht weiter benutzen möchte. Nicht nur wegen der schlechten Laufeigenschaften, sondern weil es diese Swing-Motion-Drehgestelle an den Cabooses der N&W in den dreißiger Jahren ganz offensichtlich nicht gab. Da müssen Bettendorf-Drehgestelle mit Blattfedern dran, aber die sind bestellt und noch unterwegs.

Ich erlaube mir, diese Bremse noch einmal in einer etwas größeren Ansicht zu präsentieren. Schließlich war es doch eine ziemlich mühsame Arbeit.

Da mir das Ergebnis dieser Arbeit trotz aller Schwierigkeiten gefiel, hier das vorherige Bild gleich noch einmal mit einem etwas vergrößertem Ausschnitt. Ich denke, dass ich damit zufrieden sein kann.

Nun sind noch ein paar Änderungen am Gehäuse dran, denn da gab es ein paar Dinge, die mir etwas weniger gefielen.
Ich hatte ja schon anfangs geschrieben, dass ich mich über manche Dinge gewundert habe, aber mein Messingspezialist wies mich freundlich darauf hin, dass dieses Modell eben auch schon so seine 25 Jahre auf dem Buckel habe. Da wundert man sich eigentlich immer wieder, wenn dann so ein Modell erwirbt, das dann immer noch nagelneu verpackt ist. Aber die Fertigung liegt dann aber doch schon entsprechend lange zurück und damit eben auch die Technologie und eine Detaillierung aus der zurückliegenden Zeit.

Nächster Schritt, die Fenster müssen einfach mehr ''Tiefe'' bekommen, sind die Rahmen doch nur 3 Zehntel tief in die Seitenwände gepresst.

Einer dieser Schwachpunkte sind die Fenster, im Speziellen die Fensterrahmen, schauen Sie sich doch bitte genauer an, wie flach diese in die Seitenwände eingesetzt sind! Das ist letztendlich auch kein Wunder, hat man doch alle Details der Wände nur in einem ersten und zweiten Arbeitsgang geätzt – einmal die Niete, dann die Rahmen und Laschenbänder – und dann hat man die Fensterrahmen im verbleibenden Material noch um zwei oder drei Zehntel nach innen gepresst. Nicht viel für eine Wand, die wenigstens eine Rahmenkonstruktion von 2 inch Dicke und Bretterbeschläge innen und außen besitzt und damit auf wenigstens 100 Millimeter Stärke kommt. Und ich wollte da einfach ein wenig mehr Tiefe erreichen, wo die Fensterrahmen eingesetzt sind. Übrigens sind alle Fenster der Seitenwände als Schiebefenster ausgeführt, so dass man da durchaus ein bisschen hätte variieren können.

Also die Rahmen ausfeilen und zusätzliche Rähmchen zur Verstärkung der Wandtiefe gesägt, gefeilt und eingesetzt.

Aber ich habe lediglich die originalen Rahmen ausgefeilt, Wandverstärkungen (einige davon hier im Bild) eingeklebt, ja geklebt, um eine größere Wandstärke zu erreichen und neue Fensterrahmen dahinter gesetzt. Nein, Löten mit ‘nem 100er Lötkolben innerhalb des Gehäuses habe ich mir einfach nicht zugetraut, da wäre möglicherweise zu viel Schaden an anderen Stellen entstanden.

Neue Fensterrahmen sind eingesetzt - macht sich die Veränderung an den Fenstern bemerkbar?

Mit den neuen Fensterrahmen sieht das dann so aus …

Noch einmal im Gegenlicht, jetzt ist die Verstärkung der Wände um die Fenster herum wohl noch deutlicher sichtbar.

… oder im Gegenlicht so, und ist damit doch um Einiges näher zu den Vorbildfahrzeugen heran! Vergleichen Sie beispielsweise diese Bilder zweier cabooses hier oder auch hier und ich denke, dass Sie mir dies auch bestätigen können. Natürlich fehlen noch die Scheiben, aber die kommen natürlich erst nach der Lackierung des Modells hinzu.
Im Übrigen muss und wollte ich nichts an den Stirnseitenfenstern der Kuppel ändern, denn diese sind wohl wegen des direkten Fahrtwindes nicht als Schiebefenster ausgebildet. Man kann sie trotzdem nach außen hin aufschlagen, sie sind allerdings wie üblich mit Scharnieren befestigt. Aber da musste ich eine ganze Reihe Bilder untersuchen, um diese Feinheit herauszufinden – die mir dann letztlich doch einiges an Arbeit ersparte. Geöffnete Fenster habe ich trotzdem nur an den Seitenwänden gefunden.

Nun noch einmal ein Bild eines realen Cabooses als Vorschau für die nächste Arbeit – Laternen, Laternen für den Zugschluss. Denn die sollen auf jeden Fall dran und nach der Lackierung selbstverständlich auch beleuchtet werden!

Letztlich waren noch einige wenige Details zu ändern, insbesondere aber die Laternen für das Zugende hinzuzufügen.

So sieht’s aus, einschließlich einiger weiterer kleine Änderungen, denn richtig soll’s schon sein!
Auch wenn dieser Caboose auf dem Vorbildfoto zuvor eine alte CF class ist, das Bild aber 1960 aufgenommen wurde, so musste dieses Original doch einige Änderungen über sich ergehen lassen. Für mich das Wesentliche hieran sind jedoch die train-end Laternen, aufgesteckt am Ende des Daches, und selbst das Modell besitzt die entsprechenden Halterungen. Gut, diese konnte ich zwar nicht nutzen, aber nun sind auch diese Laternen montiert und eine Beleuchtung wird demnächst erfolgen, nach der Lackierung.

Und damit hatte ich alles erreicht, was ich wollte. Natürlich musste ich noch die moderneren, elektrisch betriebenen Schlussleuchten entfernen, die mittig unter dem Vordach angebracht waren (Sie werden diese noch auf vorherigen Bildern des Modells erkennen) und ich habe dann noch die sehr primitiven Carmer coupler lifting levers. gegen modellgemäße Eigenbauteile ausgetauscht.

Nun hat der Caboose endlich auch die richtigen Drehgestelle, Bettendorf trucks mit Blattfedern, so wie Cabooses um die 30er Jahre ausgestattet waren.

Letztendlich sind auch die passenden Drehgestelle eingetroffen, Bettendorf trucks. mit Blattfedern, wie sie der weicheren Federung wegen für Cabooses bis weit in die 40er Jahre eingesetzt waren. Und damit könnte das Modell eigentlich zur Lackierung gehen, wenn ich nicht auch noch einen Innenbeleuchtung installieren wöllte. Und was wäre da zu sehen? Nichts beziehungsweise nackige Wände – und das geht natürlich nicht! Also musste eine Inneneinrichtung her, wenigstens in groben Zügen. Und glücklicherweise ist der Schatz an Dokumenten bei der NWHS ja nahezu unerschöpflich, so dass ich mit dieser Zeichnung eine sehr gute Vorlage zur Verfügung hatte.

Und das ist daraus entstanden, wobei kleine Abweichungen durchaus zu erkennen sind.

Nun was richtig Neues, die Inneneinrichtung für den Caboose. Noch nicht ganz vollständig, aber die fehlenden Liegen links und rechts müssen dann nach dem Lackieren direkt ins Gehäuse einklebt werden. Die Inneneinrichtung nochmals, jedoch gedreht. Auch wenn es etwas Arbeit war, vielleicht sogar etwas zu viel - notwendig war's auf alle Fälle, damit die geplante Beleuchtung nicht nur nackige Wände anstrahlt.

Zum einen musste ich diese Elemente der Inneneinrichtung so bauen, dass sie nachträglich mit verschiedenen Farben lackiert werden können, was einen festen Einbau ausschloss. Und durch das Dach hindurch lassen sich die Einbauten dann auch nicht einstzen, denn nur der Unterbau ist beim Modell abnehmbar. So ist dies entstanden, wobei die letzten Einzelteile dann doch erst nach der Lackierung direkt in den Wagenkasten eingeklebt werden können, was die insgesamt fünf Liegepritschen links und rechts betrifft. Zu diesen vorbereiteten Teilen kommt noch der Ofen als Fertigteil hinzu – und das war’s damit auch schon. Ebenso als Ergänzung müssen noch vier Handstangen eingebaut werden, die von den Auflagen der Sessel bis ans Dach der Kuppel reichen, um damit Auf- wie Abstieg zu den Sitzen für die Männer des Cabooses einfach und sicher zu ermöglichen. Immer wieder einiges an Kleinkram, was sich so an zusätzlichen Arbeiten herausstellt und wo Montage und Lackierung genau aufeinander abgestimmt sein müssen!
Und dann bin ich gespannt, was man denn durch die kleinen Fensterchen des Cabooses tatsächlich sehen wird?

Nächster und letzter Schritt sind daher Vorbereitungen für die Beleuchtung im Innenraum wie die Zugschlusslaternen, soweit sich vor der Lackierung sinnvolle Vorarbeiten möglich sind. Aber da bin ich gerade bei einigen interessanten Details – denn wie wird solch ein Caboose innen beleuchtet, wenn weder Gasbeleuchtung noch elektrisches Licht in Frage kommen?

Versuche mit einer einfachen Innenbeleuchtung - Petroleumlampen. Was sonst, wenn der Wagen weder einen Gastank an Bord hat noch Batterien für elektrisches Licht?

Ganz einfach, Petroleumlampen, wobei es möglicherweise auch keine Handlampen waren, die da im Wagen hingen. Das hier sind die Versuche zur passenden Lichtstärke und des richtigen Kondensators, um das Licht möglichst ohne zu flackern über unsichere Stellen der Stromversorgung hinwegzubringen. Denn was ich hier vorbereite, soll ja zugleich auch die Schlusslichter kontinuierlich mit Strom versorgen.
Und sollten Sie noch wissen wollen, wie diese Petroleumlampen – und sogar leuchtend! auf ziemlich einfache Weise entstehen, dann können Sie mit dem Link zuvor auch gleich noch zu diesem Beitrag wechseln.

Mit der Beleuchtung durch Petroleumlampen sieht der Caboose dann so aus, wenigstens in der gegenwärtigen Ansicht als Messingmodell. Und auch schon mit der Lok im Bild, mit der er später einmal unterwegs sein soll.

Doch das ist zunächst die Innenbeleuchtung in Aktion, wenigstens vorläufig. Zum Lackieren werden zumindest die Lampen nochmals ausgebaut, denn die sollen ja nicht erneut lackiert werden. Ebenso wenig sind derzeit die LEDs in die Schlusslaternen eingebaut, denn auch diese können erst nach dem Lack unbeschadet eingebaut werden. Und da auch die Drehgestelle erst ihre Lackierung und Alterung bekommen sollen, sind die Achsstromabnehmer noch nicht installiert, daher ist die Beleuchtung gegenwärtig nur mit einer Fremdeinspeisung des Stroms gewährleistet, aber dank mehrerer Kondensatoren auch absolut unterbrechungsfrei.
Die Frage bleibt, ob die Helligkeit am Ende richtig sein wird, denn das Bild ist im Halbdunkel geschossen und für die Darstellung hier ein wenig aufgehellt. Wie werden insbesondere die leuchtenden Schlusslaternen am Tage wahrgenommen? Das wird sich jedenfalls alles erst am Ende zeigen. Und wie die Beleuchtung im Detail aufgebaut ist, noch dazu ohne Decoder, das können Sie hier unter Wagenbeleuchtung – fast ohne Elektronik! nachlesen.

Vermissen Sie einen Blick in den Innenraum mit der eingebauten Inneneinrichtung? Die ist tatsächlich drin, derzeit natürlich auch noch weiß und daher (leider) überhaupt nicht sichtbar. Und ich habe es auch nicht geschafft, durch die Fenster hindurch zu fotografieren, denn der Fokus hat sich ständig auf den Fensterrahmen fokussiert und innen war es damit nur verschwommen weiß. Vielleicht wird dies nach der Lackierung besser?

Nach gefühlter ewiger Zeit des Wartens die ersten Bilder von meinem Freund Jörg aus Leipzig.

Zwei ''Künstler'' haben Hand angelegt - Einmal eine sehr gute Lackierung meines Dresdner Freundes Micha ...

Nach einer sehr guten Lackierarbeit meines Freundes Micha – siehe auch den Link zu seiner Website Model Railroad Works auf meiner Link-Seite – hat im Nachgang mein Leipziger Freund Jörg dem Caboose ein stilgerechtes Weathering verpasst. Ich finde, dass die Arbeiten dieser beiden “Künstler” ganz ausgezeichnet gelungen sind!

... und ein dezentes weathering durch meinen Freund Jörg aus Leipzig. Großartig und einen herzlichen Dank an beide!

Der Caboose von der anderen Seite und wer daran zweifeln sollte, der erkennt dies an dem zusätzlichen kleinen Fenster für die Toilette. Natürlich gab es da keine Wasserspülung, ein simples Plumpsklo tut es auch, aber anders als bei den deutschen Eisenbahnen in Deutschland – mit Sammelbehälter unterm Wagenboden. Insgesamt gibt es bei diesen Arbeiten absolut nichts zu meckern!

Wenn Sie das US Eisenbahn-Forum Big Blue Big Blue kennen sollten – und das sollten Sie wirklich kennen! – dann ist Ihnen auch einer der besten Modellbauer bekannt, der regelmäßig seine Modelle vorstellt, und er schrieb über die Arbeit der beiden “Lackierer” an diesem Modell – “… your friends apparently paint and weather with the same calibre of skills with which you do your work, and the three of you make a very good team.” Ein großes Lob also für das, was meine Freund Micha und Jörg abgeliefert haben.

Und das Personal des Cabooses ist auch schon in Wartestellung! Nochmals eine sehr schöne Arbeit meines Leipziger Freundes Jörg.

Das Besondere, dieser Caboose ist das erste Fahrzeug meiner Sammlung, das Personal erhält. Auch diese Beiden machen sich doch schon ganz gut? Leider sind noch nicht einmal meine Lokomotiven so weit, die gegenwärtig allesamt noch ohne Führer und Heizer unterwegs sind.

In der Zwischenzeit habe sie ihre Plätze eingenommen - und was wird man von ihnen durch die kleinen Fenster sehen, wenn alles zusammengebaut ist?

So sehen die beiden an ihrem Arbeitsplatz aus, der einen den Zug beobachtend, der andere hat am Wasserbehälter zu tun. Vielleicht finde ich noch sowas wie ein Kaffeekanne, die da auf der Arbeitsplatte neben dem Spülbecken seinen Platz findet?

Der Gedanke mit der Kaffeekanne war ziemlich schnell umzusetzen und niemand sage bitte, dass diese zu groß sei. Haben Sie eine Ahnung, was da unterwegs so für Kaffee getrunken wurde?

Gefunden habe ich eine solche Kaffeekanne nicht, aber gleich mal eine gebaut, eher aus einem braunen Plastikrest gedrechselt, Henkel und Tülle eingesetzt, fertig! Und niemand sage, dass diese Kanne etwa zu groß geraten sei! Der einmal gekochte Kaffee musste schon für eine gute Wegstrecke reichen, auch wenn er wohl wie in den USA allgemein üblich ziemlich dünn gewesen sein wird und nicht sonderlich geschmeckt hat.

Auf alle Fälle sind neben dieser kleinen Spielerei noch einige abschließende Arbeiten zu erledigen, die ich schon einmal versucht habe, in einem US-Forum aufzuzählen. Und gerade habe ich da schon die zweite Ergänzung geschrieben, deshalb fange ich hier gar nicht erst damit an. Die erste Arbeit sind definitiv die Fenster. Doch wie ein solches Modell mit einer frischen Lackierung anfassen? Trocken ist die Farbe schon, aber Kratzer und Griffspuren sind schnell aufgetragen.

Wie nun das Modell anfassen, ohne die neue Lackierung zu beschädigen? Mein Leipziger Freund hatte mir da eine Idee mit auf den Weg gegeben.

Glücklicherweise hat mir da mein Leipziger Freund Jörg eine einfache Idee mit auf den Weg gegeben. Bau Dir eine kleine, mit Schaumstoff ausgelegte Griffschale, wobei da eine feste Pappe völlig ausreichend ist! Hätte man eigentlich auch selbst draufkommen können. Ähnliche Probleme hatte ich ja schon reichlich gehabt und das muss ja auch nicht immer ein neu lackiertes Modell sein. Auf jeden Fall etwas, womit man das Modell gut anfassen kann, denn eine Lokliege ist eben doch nicht immer ausreichend.

Die ersten Schritte zur Komplettierung, Fenster einbauen! Und da innen auch eine Beleuchtung installiert wird, reicht es nicht, einfach nur glasklare Folie hinter die Fenster zu kleben, ein Rahmen muss da auch noch sein!

Der nächste Schritt - erkennen Sie, dass nun die Fenster allesamt ''verglast'' sind?

Können Sie erkennen, dass nun hinter allen Fenstern auch “Scheiben” sind? Wahrscheinlich kaum, aber es war eine ganze Menge Arbeit.

Was nehmen für die Beleuchtung innen? Am Ende sollten es dann doch die kleineren Laternen in richtiger Größe für HO sein!

Hier geht es um die Entscheidung, welche der Laternen ich einsetzen sollte. Da war es natürlich naheliegend die kleineren zu verwenden, ziemlich exakt in HO-Größe. Und bezüglich des Lichtes gibt es da auch nichts zu überlegen, die LEDs sind die gleichen, die da verbaut sind. Und die Helligkeit wird sowieso nur über die Werte der vorgeschalteten Widerstände eingestellt.

Der erste Eindruck des Cabooses in ''Festbeleuchtung''! Allerdings ist die Beleuchtung innen vielleicht doch etwas duster. Aber was für ein Licht machen zwei Petroleumlampen?

Das ist nun der erste Eindruck, denn das Modell bei voller Beleuchtung von sich gibt. Und da habe ich dann auch noch ein etwas dämmriges Licht für dieses Foto abgewartet. Die Schlusslaternen leuchten so wie erwartet, natürlich mit roten Linsen nach hinten, auch wenn sie im Foto etwas zu sehr strahlen. Die Lichter nach den Seiten und in Fahrtrichtung in einem dunklerem Gelb, besser “amber”, wie die Amerikaner sagen oder “Bernstein-farben”, wie wir dies nennen würden, aber diese Linsen habe dafür auch extra beschafft und eingesetzt. Und was die Farben betrifft, habe ich extra in einem der US-Foren nachgefragt, so ist es korrekt – nach hinten rot, alle anderen Seiten amber. Und wenn der Zug steht, denn werden die Laternen umgesteckt, rot zeigt nach innen und außen in alle Richtungen amber. Aber diesen Fall lass ich dann doch lieber außen vor.

Womit ich nicht zufrieden bin, das ist die Innenbeleuchtung. Meiner Meinung nach ziemlich dunkel, auch wenn ich natürlich vorher getestet habe, aber natürlich ohne viel Drumherum. Jetzt mit den Einbauten kommt natürlich kaum Licht in den Ecken an, aber die Frage ist auch, wie würde dies in der Realität aussehen, wenn zwei Petroleumlampen einen solchen Caboose erhellen müssten? Natürlich sind beleuchtete Industriemodelle kein Maßstab, die sind stets überbeleuchtet, muss ja auch nach was aussehen! Aber bei diesem Modell? Und eigentlich würde ja auch zu viel Licht die Beobachtung des Zuges im Dunkeln ja sowieso nur stören!

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich weiter vorgehen werde. Nochmals einen Testaufbau, der dann leicht bei der schon fest installierten Verdrahtung leicht auf das Modell zu übertragen wäre? Eines ist sicher, die Verdrahtung ändern und bei einem Misserfolg noch einmal zurückbauen – nein, das geht nun am überhaupt nicht!

So sieht dieser N&W caboose der class CG nun nach der Fertigstellung aus! Alles dran, alles drin, nur sieht man leider herzlich wenig davon.

Die Änderungen sind dann doch umfangreicher geworden, was die Innenbeleuchtung betrifft, nur tagsüber sieht man davon natürlich nichts. Und auch bei Dunkelheit sind die Änderungen schwer erkennbar, die Lichtverhältnisse sind dann doch jedes Mal anders. Ich werde es also drauf ankommen lassen müssen, welchen Eindruck der Caboose dann beim Einsatz machen wird. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Schlusslaternen ein erkennbares Licht abgeben, auch wenn es ringsum einigermaßen hell ist. Und trotzdem sollte man es mit der Helligkeit nicht übertreiben, denn im Dunkeln soll damit ja nicht der gesamte Stationsbereich ausgeleuchtet werden, wo der Caboose gerade so stehen könnte.

Noch einmal die volle Breitseite damit und alles ok. - bis ich den Beschriftungsfehler an der Werzeugkiste sehe - 12-23-59. 1959 für meinen Zug um 1930 herum! Das kann natürlich nicht bleiben!

Und dann entdeckte ich doch diese Beschriftung am Werkzeugkasten unten am Rahmen – 12-23-59 – oder in die deutsche Form transferiert 23. Dezember 1959. Da hatte es mein Freund Micha mit der Beschriftung zu gut gemeint! Der Beschriftungssatz enthielt wohl diese Datumszeile, aber sie ist natürlich für meinen Caboose dann doch nicht das, was dran gehört. Sicherlich ist das irgendein Revisionsdatum, das seine Berechtigung hat, aber eben für einen späteren Einsatzzeitraum. Abkratzen, das wollte ich lieber doch nicht machen, aber um diese Beschreibung endlich abzuschließen, habe ich dann doch erste einmal ein bisschen Foto-Editing betrieben und gut ist’s für den Moment. Da wird definitiv noch einmal nachgearbeitet, denn mein favorisierter Spielpatz in Sachen Modellbahn ist nun einmal 1930, neben 1900 natürlich!

Nun ist der Beschriftungsfehler korrigiert, wenigstens erst einmal durch eine Bildbearbeitung. Aber das muss natürlich sauber korrigiert werden, denn eine allerletzte Farbbehandlung wird es noch geben.

Nun ist jedenfalls alles dran und alles drinnen eingebaut, was ich mir so vorgestellt hatte, nur sehen kann man von den “Innereien” dieses cabooses eigentlich – NICHTS! Keinen Ofen, keinen zweiten Mann, keine Inneneinrichtung, Kaffeekanne ebenso wenig, nur den “train watcher” kann man so halbwegs im rechten Fenster der Kuppel erahnen. Also viel Arbeit für nicht oder kaum zu erkennende Dinge. Da werde ich sicher beim nächsten Caboose ein wenig sparsamer mit den Details im Innenraum umgehen. Aber ein Crewmitglied auf die Plattform stellen oder auf der Treppe mitfahren lassen, das wäre dann schon eher was zum Betrachten! Ich will mal nicht von demjenigen sprechen, der auf dem Dach halb sitzend gegen die Kuppel gelehnt die vorbeifliegende Landschaft geniest, das war nämlich strikt verboten!

Das ist der CG-class caboose nun noch mit der richtigen Lok. Natürlich wäre er für alle Züge der N&W nach 1927 richtig, aber in diesem Fall meine ich eben meinen 1930er Zug.

Vorweggenommen ist mit diesem Bild auch die Lokomotive, eine class M der Norfolk & Western Ry., die neben andere Loks einmal meinen 1930er Güterzug ziehen soll und zu der dieser Caboose mit dem Baujahr 1927 die richtige Ergänzung ist. Und damit möchte ich auch zu Umbau und Digitalisierung dieser Norfolk & Western – class M twelve-wheeler zurück- kehren, denn da hatte ich mittendrin unterbrochen, als der Paketbote diesen Caboose aus Leipzig zurückbrachte und ich mich dann postwendend der Komplettierung dieses Modells zuwandte. Aber dieser Teil ist ja nun abgeschlossen!

Mit diesem Bild hat der Caboose nun schon einmal dahin gefunden, wo er hingehört - auf ein gut gestaltetes Layout, auch wenn er da noch etwas verloren aussieht. Aber zum Fahren war während des FREMO-Jubiläumstreffens in Riesa keine Chance, nur eben um ein paar Bilder zu schießen.

Glücklicherweise ergab sich recht schnell die Gelegenheit, das fertige Modell auf gut gestalteten Modulen zu fotografieren, das 35-jährige Jubiläumstreffen der FREMO in Riesa brachte die gewünschte Möglichkeit. Allerdings hatte ich bei den strengen Fahrplanabläufen keine Chance, auch noch einen ganzen Zug aufzustellen oder gar fahren zu lassen. Mir ging es jedoch in erster Linie auch um die Beurteilung der Beleuchtung. Zugschlusslaternen waren ordentlich zu sehen und auch die Innenbeleuchtung konnte ich nun so akzeptieren, trotzdem eine relativ helle Raumbeleuchtung vorhanden war. Wie es in dunklerer Umgebung aussieht, das wird sich zeigen, ich bin nun jedenfalls mehr als zufrieden. Endlich einen richtigen Caboose für meinen 1930er Güterzug! Ja, und der falsche Schriftzug am Werkzeugkasten wird natürlich noch entfernt!

 
Nun sind auch die allerletzten Arbeiten an dem ersten Modell abgeschlossen und ich möchte nach dem Bild mal so etwas wie ein Schlusswort anfügen.

Und nun ist alles so wie es sein soll, umgebaut, detailliert, mit Inneneinrichtung, Beleuchtung und Personal, Zugschlußlaternen und der letzte Staub.

Ich gebe zu, dass ich anfangs von dem Modell nicht allzu begeistert war, vieles schien falsch zu sein und nicht zu dem class CG caboose der N&W zu passen, so wie ich es erwartet hatte und mir dies sogar durch die Dokumente im Original als falsch bestätigt wurde. Doch wenn man die Sache etwas differenzierter betrachtete, dann erwiesen sich manch vermeintliche Fehler doch gar nicht als so falsch.

Diese Cabooses dieser class CG wurden um 1928 gebaut und waren dann ca. 40 Jahre oder gar länger im Einsatz und da hat sich wie wohl überall vieles geändert, Vorschriften, Einsatzgebiete, Abläufe bei den Eisenbahnen und vieles davon fand seinen Niederschlag in der Ausstattung der Fahrzeuge. Wenn man davon ausgeht, dass dieses Modell ein Fahrzeug repräsentiert, das in den 40er oder eher noch in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts im Einsatz war, stimmt nahezu alles, was ich anfangs zu bemängeln hatte, insbesondere auch die Bremse. Auch wenn dieser Caboose 1927 oder 28 bei der Auslieferung eine K-Bremse hatte, wurde diese doch spätestens in den 40er Jahren zu einer AB-Bremse umgebaut, die schon seit den frühen 30er Jahren für Neufahrzeuge verwendet wurde, ja verwendet werden musste, aber ab einen bestimmten Zeitpunkt wurde diese K-Bremse, mit der dieser Caboose gebaut wurde, eben gänzlich verbannt, auch bei Altfahrzeugen. Und wenn man sich die Bilder meines Modells zu Beginn nochmals ansieht, da passt die AB-Bremse auch zu dem elektrischen Zugschlusssignal, das unter dem Dach am Wagenende angebaut war. Alles Zeichen dieser Modernisierungen, die ich aber gar nicht haben wollte, sollte doch mein Modell mit meinem Zug der 30er Jahre unterwegs sein. Völlig im Widerspruch zu den späteren Jahren steht allerdings der Carmer Entkupplungshebel, mit dem das Modell ausgerüstet war und der, wenn auch in einer modellmäßig verbesserten Form, auch geblieben ist. Aber diese speziellen Entkupplungshebel haben das Jahr 1932 nicht überlebt, da sorgte eine entsprechende Vorschrift der AAR dafür, dass diese gegen die heute noch und einheitlich eingesetzten Entkupplungsstangen ausgetauscht werden mussten. Das war damit tatsächlich eine falsche Ausstattung an diesem Caboose gewesen, der ansonsten ziemlich eindeutig in die 50er Jahre oder sogar noch etwas später einzuordnen gewesen wäre, so wie das Modell im Original geliefert wurde. Aber was kann das Modell dafür, dass ich es mit meinem Zug um 1930 einsetzen wollte? Da blieb letztendlich dann doch nur die Rückversetzung in diesen Zeitbereich.

Und dass mir das wohl ziemlich gut gelungen ist, beweist vielleicht die Anerkennung bei einem Wettbewerb des US-Modellbahnforums Big Blue, wo es nicht viele Regeln gab, aber jeder dran teilnehmen konnte, der im Wettbewerbszeitraum eines oder mehrere seiner Modelle fertigstellen konnte.

Mein Teilnahme-Zertifikat bei einem Wettbewerb des US-Forums ''Big Blue'', wo ich mit dieser Modell für die Bearbeitung und Detaillierung einen zweiten Platz erreichte.

Dies ist das hübsch gestaltete Zertifikat, dass mir den zweiten Platz für die Bearbeitung und zusätzliche Detaillierung dieses Cabooses bestätigt. Mir gefällt’s!

 


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Noch ein Caboose der N&W, für die Züge nach 1900

Noch währen der letzten Tage, an denen ich mit diesem CG-class Caboose beschäftigt war, habe ich auch einen zeitlich noch etwas früher einzuordnenden Caboose der class CF erwerben können, den ich nach der Überarbeitung mit meiner kleinen G1 Lok der N&W für den Sonderzug im Jahr 1922, wie am Anfang beschrieben, sondern auch für meinen Zug um 1900 einsetzen möchte – so wie Sie es in der Beschreibung über die N&W class G1 – eine kleine Lok von 1897 nachlesen können.

Endlich hat es geklappt, der lang gesuchte N&W caboose der class CF ist gefunden und gekauft! Damit werden auch meine Züge um und nach 1900 den richtigen Caboose bekommen, einen mit Holzbeplankung!

Ebay sei Dank, denn damit ist endlich auch der zweite, genau passende Caboose für meine Züge um 1900 neben den zuvor aufgeführten Sonderzug von 1922 im Bestand! Und das dies dann wieder ein Handarbeitsmodell aus Messing wurde, habe ich schon im ersten Teil beschrieben – es gibt einfach zu viele verschiedene Klassen und das nicht nur bei der N&W, so dass man entweder ein wenig vorbildgerechtes 08/15-Modell kaufen kann oder eben ein Messingmodell. Ich hatte mich für letzteres entschieden!

Aber selbst bei diesem Caboose der class CF gibt es wiederum drei Modellvarianten, die sich wie hier dann allein durch die Bremse unterscheiden, aber auch das kann sich auf das äußere Erscheinungsbild auswirken, ohne dass man das Modell von den Schienen heben muss. Mit diesem Modell habe ich jedoch genau bekommen, was ich gewollt hatte, ein Caboose mit der nach 1900 üblichen K-Bremse und den waagerecht angeordneten Handbremsrädern, die auf senkrechten Bremswellen an den Plattformen montiert sind. Und genau da liegen die Unterschiede, denn es gibt in späteren Jahren diesen Caboose mit AB-Bremse und Ajax-Handbremse, aber die sind dann erst einiges nach 1930 in Gebrauch gewesen. Und das ist in diesem Fall nicht die Zeit, für die ich diesen Caboose einsetzen möchte.

Beide N&W cabooses nebeneinander, so neu, dass der CF class caboose noch nicht einmal Farbe abbekommen hat. Aber der Unterschied ist deutlich, einmal mit einer Beplankung aus Holz, der ander mit Stahl!

Können Sie die zwei wesentlichen Unterschiede bei diesen beiden Cabooses erkennen? Der erste sollte gleich ins Auge fallen und ich spreche nicht von der fehlenden Lackierung des linken, des Modells aus früheren Jahren. Ist ja klar, der links hat eine Holzbeplankung des Wagenkastens, der rechte aus Stahl, der ja auch etwa 25 Jahre später gebaut wurde, aber durchaus nach den gleichen Gestaltungsprinzipien.
Der zweite Unterschied sind die ??? – die Drehgestelle, links Andrews-Drehgestelle, die ersten Drehgestelle mit Seitenwangen aus Stahlguss, die die alten Archbar-trucks oder die Fox-Drehgestelle mit gepressten Blechwangen ablösten, und mit ihrer neuen Konstruktion wesentlich stärker belastbar und vor allem dauerhafter waren als die, die mit vielen Schraubbolzen zusammengefügt waren. Und eines war von Vorteil mit diesen neuen Stahlgussrahmen, es konnten die alten Achslagergehäuse der früheren Drehgestelle auch weiterhin verwendet werden, ein ungeheuer wichtiger ökonomischer Vorteil für die Bahngesellschaften.

Wenn ich hier schon so ausführlich über die Drehgestelle schreibe, dann sollte eines nicht unerwähnt bleiben. Die Andrews-Drehgestelle waren nicht die, mit denen diese Cabooses in den eigenen Werkstätten der Norfolk & Western Railway kurz nach 1900 hergestellt und ausgeliefert wurden. Aber es war kein Bild und keine Unterlage zu finden, welche Drehgestelle als Erstausstattung zu diesen Cabooses gehörten! Selbst die ältesten Bilder von diesen Fahrzeugen zeigen Andrews-Drehgestelle, aber die waren dann alle auch erst ab 1915 entstanden. Was war zuvor?
Da dazu dann doch keine Antwort zu bekommen war, bleibt es eben bei diesen Drehgestellen, wie sie vom Modellhersteller mitgeliefert wurden. Und so falsch ist das nun auch wieder nicht, selbst von meinen ältesten Wagenmodellen sind es nur wenige, die dem Jahr 1900 oder gar noch etwas früher zuzuordnen wären, aber die allermeisten Modelle waren auch in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts noch unterwegs, und damit passt alles wieder zusammen, Caboose mit diesen Drehgestellen, Wagenmodelle und meine Lokomotiven, die aus dieser Zeit stammen!

Nun wollte ich nur noch ein oder auch zwei Bilder mit diesem Caboose zu finden, die all das Gesagte bestätigen. Aber das war in diesem Fall mit den Bildern von der NWHS gar nicht so einfach, Vorbildfotos mit guten Detailansichten waren nicht aufzutreiben!

Wenigstens ein Bild eines solchen class CF cabooses der N&W sollte es dann doch sein, hier nun sogar in Farbe und scheinbar auch mit einer Lok der class M, über die ich an anderer Stelle auf der Website schreibe.

Nutzung mit Genehmigung der Norfolk & Western Historical Society.

So ist es dieses Bild geworden und auch wenn es wohl ein etwas jüngeres Bild dieses Cabooses ist, es erschien mir in der Sammlung der Norfolk and Western Historical Society dann noch als das interessantest, was zu finden war, und das nicht nur wegen der Farbe. Das Fahrzeug besitzt all die Merkmale, womit mein Modell aus den früheren Jahren unbedingt ausgerüstet sein sollte, und dies ist insbesondere an der Art der Handbremse zu erkennen, die auf eine K-Bremse hinweist. Die meisten Cabooses hatten dann schon die modernere Version mit einem Ajax-Bremserstand oder die Wagen waren nicht in ihrer Gesamtheit abgebildet. Trotzdem ist ganz eindeutig zu erkennen, dass der Wagen wohl sehr nahe zum Originalzustand eine neue Lackierung erhalten haben muss. So schön haben Eisenbahnwagen ansonsten nur kurz nach der Auslieferung ausgesehen und das dürfte hier wohl nicht der Fall sein!
Was soll’s, dass hier moderne Wagen eines Werkstatt- oder Hilfszuges abgebildet sind, es geht um den Caboose – und was dem aufmerksamen Betrachter auffallen könnte, der Zug wird von einer Lok der class M gezogen, wohl eher geschoben, oder ich müsste mich sehr irren. Also gleich zwei Dinge, die mich besonders interessieren, der Caboose, um den es hier geht, und die Lok, wo ich im Artikel Norfolk & Western – class M twelve-wheeler über die Detaillierung und Digitalisierung geschrieben habe. Es findet sich also alles wieder zueinander!

 
Genug der Vorrede, es soll mit der Arbeit an dem Modell weitergehen! Ich kann gar nicht mehr so recht erklären, warum ich mit der Arbeit an den Drehgestelle begonnen habe, aber irgendwo muss man ja anfangen. Vielleicht war es die übliche Erkenntnis, dass Handarbeitsmodelle schlecht rollen – auch wenn dieser Aussage mein Freund Johannes vehement widerspricht. Ich sage da bestenfalls, dass Ausnahmen die Regel bestätigen!

Ich habe jedenfalls erst einmal die Radsätze lauffähig gemacht, die Bohrungen der Achslager um zwei Zehntel aufgebohrt und mit einem 0,6 Millimeter Bohrer in der Spitze der Bohrung etwas aufgebohrt. Damit war das Klemmen der Radsätze beseitigt und die Spitzen laufen nun auf einem ganz kleinen Lagerring an der Übergangskante von Lagerbohrung zur Vertiefung. Mit einem winzigen Tropfen Öl ist da nichts mehr zu beanstanden, die Drehgestelle rollen damit ganz ausgezeichnet! Aber davon sieht am natürlich nichts!

Die nächste Änderung ist da wirklich sichtbar!

Diesmal geht's mit den Drehgestellen los - die originalen Andrews trucks sind gut verwendbar. Aber dass die Bremsbacken gleich am Rahmen angegossen sind? Also originale Bremsbacken abschleifen und Kadee brake pads einsetzen, dazu war lediglich das Boster ein wenig nachzuarbeiten.

Ein nahezu allgegenwärtiger Mangel, die Bremsbacken sind direkt an die Seitenwangen angegossen. Also abschleifen und durch brake pads von Kadee ersetzen! Damit sind sie nun auch in Position der Radlaufflächen angeordnet. Kleinigkeiten, die beim genaueren Hinschauen doch auffallen, zumal sie relativ einfach auszuführen sind.

Der zweite Schritt, für den Strom am Modell. Die Radschleifkontakte aus centering springs von Kadee Kupplungen sind schon mal gut isoliert angeschraubt.

Für die Beleuchtung des Modells aber insbesondere für die Zugschlusslaternen, die wie der andere Caboose mit LEDs ausgestattet werden sollen, habe ich dann noch die Stromabnahme realisiert. Da ich die originalen Drehgestelle aus Messing für das Modell verwende, kann ich hier den zweiten Pol von allen vier isolierten Rädern abgreifen, der andere realisiert sich über die Radsätze und Drehgestelle von selbst, zumal diese mit leichtem Federdruck auf die Auflageflächen der Wagenträger (frame bolster) angepresst werden. Für die isolierten Räder habe ich die bewährten center springs von Kadee-Kupplungen verwendet, was wohl die am häufigsten realisierte Lösung für eine Stromabnahme bei kurzen Drehgestellen für Güterwagen sein sollte. Einzig, dass die Isolierung gegenüber dem metallenen Drehgestell mit der gegensätzliche Polarisierung sorgfältig ausgeführt werden sollte!
Und ich glaube, dass ich mich wiederhole. Auch wenn der Wagen mit der einen Schiene des Gleises direkten Kontakt hat, es ist nicht zu befürchten, dass zwei zufälligerweise “unter Spannung” stehende Modellfahrzeuge bei gegensätzlicher Polarität über die metallenen Kupplungen ein Kurzschluss erzeugen. Zumindest diese Kupplungen werden in die originalen Kupplungsgehäusen von Kadee eingesetzt und da isoliert befestigt, denn diese sind bekanntermaßen aus Plastik und daher nicht Strom leitend. Ich gebe zu, dass dieser Umstand der isolierten Kupplungsbefestigung stets bei Modellen aus Metall stets neu zu berücksichtigen ist. Gerade bei Kupplungen an der Front von Lokmodellen kann dies schon mal kritisch sein, allerdings nur, wenn auch das gekuppelte Modell einmal unisolierte Kupplung besitzen sollte! Leider habe ich dies selbst erlaubt, weil ein Zug mit einer zusätzlichen Vorspannlok trotz aller Bemühungen nicht zum Fahren gebracht werden konnte.

Im Folgenden dann die Ansicht von der Unterseite des Modells, noch bevor jeder Änderung und ohne die es bei mir zumeist nicht geht, …

Unten drunter? Ok, die K-Brake war avisiert, aber ganz ohne Arbeit geht es da auch nicht! Einige der Bremszugstangen wie auch Teile des Rahmens müssen nachgearbeitet werden.

… denn da waren dann doch wie immer einige Unsauberkeiten an der Bremse und am Rahmen, auch wenn es hier doch ziemlich gut detailliert aussieht.

Der Rahmen im originalen Zustand, da fehlen auf alle Fälle die Stützbleche bei den Bolstern und Querträgern und abgewinkelte Zugstangen der Bremse sich natürlich auch ein Unding! So sieht's nun nach den Korrekturen aus - warum eigentlich nicht gleich so von Seiten des Herstellers?

Mindestens zwei Dinge fallen bei diesem Bild auf, die überhaupt nicht stimmen. Zum Einen sind es die Bolster wie auch die Querträger am Rahmen, einfach nur simple Blechstreifen angebracht fertig. Aber das sind eben richtige Träger mit senkrechten Stützblechen und angenieteten Winkeln, um ausreichend Stabilität zu gewährleisten. Und das habe ich mit dem Einkleben von ein paar Plastikstreifen relativ leicht korrigieren können. Natürlich wäre das Optimum, da geätzte Bleche zu verwenden, wo die Nietstrukturen deutlich ersichtlich sind. Aber das hätte geheißen, viel zusätzliche Arbeit und Geld zu investieren für Dinge, die man unten drunter dann kaum wahrnimmt.
Das Zweite sind die Bremszugstangen, die einer übertriebenen Beweglichkeit der Drehgestelle wegen gebogen wurden und letztendlich sehr fragwürdig eingebaut wurden. Im Bild rechst sind die neuen Zugstangen einschließlich der Kettchen zu den Bremsspindeln an den Plattformen des Cabooses gut zu erkennen, Dinge die dann doch wesentlich korrekter aussehen als dicke und unpassende Stangen, die schließlich doch keine Fortsetzung finden und damit mehr oder weniger sinnlos und willkürlich erscheinen.

Damit ist unten drunter dann auch schon alles getan, was ich unbedingt ändern wollte. Ok, die überstehenden Luftleitungen noch ein bisschen in die rechte Position biegen, damit die Bremsluftschläuche eine vernünftigen Übergang bekommen, aber das wird dann wohl erst beim endgültigen Zusammenbau notwendig sein.

Doch auch am Gehäuse ist einiges zu tun, wobei die Ausgangssituation so schlecht nicht ist. Aber da gerade mit der guten Verfügbarkeit von Bildern und Dokumenten in den Archiven der Norfolk & Western Historical Society umfangreiches Material von den Fahrzeugen der N&W vorliegt, kommt man eigentlich nicht daran vorbei, an den Modellen das zu verbessern oder zu ergänzen, das wohl aus Kostengründen an den Modellen nicht realisiert wurde, sofern es nicht gerade grundsätzliche Änderungen sind.

Das Gehäuse sieht so schlecht nicht aus, aber ein paar Dinge müssen unbedingt ergänzt werden! Kleinigkeiten, aber nicht zu akzeptieren! Diese kleinen, ins Material geätzten Kreise sollen Schraubbolzen sein, die beim Vorbild natürlich überstehen!

Diese zwei Bilder zeigen die Ausgangssituation, mit der man durchaus leben kann. Aber ich zähle mal kurz auf, was ich so alles vermisse oder sogar als falsch ansehe:

  • Schraubbolzen an den Seitenwänden, die beim Vorbild jedoch deutlich erkennbar sind. (Ich habe hier dazu einmal ein paar Pfeile gesetzt.)
  • Schraubbolzen, mit denen die Handgriffe befestigt sind. Beides nur als kleine geätzte Kreise realisiert.
  • Ablaufrohre für Regenwasser sowohl vom Dach der Kuppel wie auch von den niedrigeren Wagendächern.
  • Absperrketten an den Übergängen der Plattformen.
  • Die kleinen Ketten an den Coupler lift rods , die allerdings bei keinem einzigen Modell realisiert sind, das man käuflich erwerben kann.
  • Und natürlich Zugschlusslaternen, die zugegeben höchst selten geliefert werden, noch dazu für eine Beleuchtung vorbereitet.

Da sind dann doch ein paar Dinge darunter, die nun wirklich nicht fehlen sollten! Und da ich sicher war, das alles zu realisieren, habe ich Hand angelegt.

Alles erledigt, von neuen NBWs über Ablaufrohre für Regenwasser und Sicherheitsketten bis hin zu Schlusslaternen - wenigstens außen herum!

So sieht’s danach aus und nun bin mit der äußeren Ansicht dieses Cabooses auch sehr zufrieden!

Im Nachfolgenden das, was auf dieser Seite schon einmal beschrieben habe, der Bau der Inneneinrichtung – und trotzdem ist sie ein bisschen anders, aber wieder so, wie es die entsprechenden Plane vorgeben.

Fast schon ein Wiederholungsspiel - die Wandverkleidungen sind eingeklebt und der Beginn der Inneneinrichtung mit dem ''Kabinet''. Ein paar Tage später, die Inneneinrichtung ist fertig, wenigstens das, was als Extrateil entstehen muss, und diesmal hat es sogar ein Herz für die Herzchen-Bude gegeben.

Und wenn Sie diese Einrichtung sehen, dann verstehen Sie auch, warum es an den Außenseiten der Seitenwände Schraubbolzen geben muss, da waren nämlich die Sitzflächen der Beobachtungssitze gegengeschraubt, denn ansonsten hinge wenigstens einer davon ganz schön in der Luft. Dass da kein Schrank oder kein Kasten unter dem Sitz ist, hat auch seine Bewandtnis, denn da sind die Liegen für die Mannschaft etwas versetzt untergebaut, weil … ja, weil die Einrichtung eben doch ein bisschen anders als beim ersten Modell ist. Für mich war das von besonderem Reiz, dann ich habe mir gedanklich schon einmal erlaubt, die Beleuchtung etwas zu verändern. Denn wiederum nur zwei Lampen, das war mir einfach zu wenig.

 
Schauen Sie doch einfach wieder einmal vorbei, was da demnächst so kommen wird …

 


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Ein Caboose der Southern Pacific, ganz neu und doch alt!

Für einige der Lokmodelle wollte ich ich es mir einmal etwas einfacher machen, einen korrekt passenden Caboose beizustellen. Insbesondere wo es darum ging, für die doch eher selteneren Fahreinsätze einen Caboose am Zugende zur Verfügung zu haben, muss es vielleicht gar nicht immer ein teures Messingmodell sein, wenn es denn etwas halbwegs Vernünftiges von der Industrie gibt? Vor allem wollte ich es auch nicht immer bis zur 100-prozentigig Vorbildgenauigkeit treiben, wenn es denn nur um Fahreinsätze geht. Eine Ansicht, die ich wohl eher selten vertrete und insbesondere bei hochwertigen Modellen nahezu ausschließe. Aber bei Industriemodellen – und noch dazu solche, die ansonsten nur im Karton lagern?

Eines dieser Modelle ist diese Industrieproduktion von Walthers, ein älterer Caboose der Southern Pacific der class C-30-1 in einer Holzausführung, der dem ersten Eindruck nach so schlecht gar nicht aussieht, und den ich für meine demnächst zu digitalisierende Cab Forward nutzen möchte. Sehen Sie dazu mehr in meiner Vorschau auf die Lokmodelle, die bald fahren sollen.

Es ist ziemlich selten, dass ich einmal ohne viel Aufwand ein Modell zum Einsatz bringe, aber hier soll es sein, um zu einer Lok der Pennsy den passenden Caboose ''von der Stange'' hinzuzufügen. Und da ich an diesem Industriemodell von Walthers nun mal wirklich nichts machen will, bleibts auch unten drunter, so wie es ist.

Insbesondere der Unterboden ist natürlich mehr als spärlich gestaltet, aber wie schon zuvor geschrieben, soll es diesmal und vielleicht sogar drüber hinaus bei so einigen “Gebrauchsfahrzeugen” bleiben, zumal gerade dieses Modell so richtig in die Ära der Holzfahrzeuge passt.
Das einzige was ich tun möchte, sind Zugschlusslaternen hinzufügen und dann die modernen weißen Handgriffe wieder ins zeitgemäße Schwarz oder grau zurückführen, mehr nicht. Sicherlich noch die Kupplung wechseln, dazu Entkuplungshebel und Bremsschläuche anfügen, eben das, was man von oben und auf den ersten Blick am Modell erwarten kann. Mehr nicht!

Ein paar Kleinigkeiten an den Strinseiten sind ergänzt, Entkupplungshebel, Bremsschläuche und natürlich die Zugschlusslaternen, die für mich nun unabdingbar sind! Und weiße Handgriffe waren in der früheren Zeit der Dampflok auch nicht das, was ich brauche.

Damit war’s auch schon getan. Auch mal ganz schön, wenn man nicht gleich alles auf den Kopf stellt, wenn es sich um ein reines Fahrmodell handelt. Und im Übrigen werden Sie ganz am Ende stets ein aktuelles Bild mit all meinen Cabooses finden, wo ich Ihnen das Besondere an den Modellen vorstellen möchte, die leuchtenden Zugschlusslaternen. Allerdings, ein bisschen Staub verträgt auch dieser Caboose noch!

 


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Ein Caboose zum “Spielen”? – Oder doch mehr?

Noch sind die Arbeiten an den beiden ersten Cabooses der Norfolk and Western nicht gänzlich abgeschlossen, tun konnte ich wirklich nichts, waren sie doch beide zum Lackieren unterwegs. Und die zwischenzeitlich angefangenen Lokmodelle sind auch auf Reisen, die eine ebenso beim Lackierer und die zweite zu einer maschinellen Bearbeitung bei einem Präzisionsmechaniker. Noch ein Projekt auf den Tisch legen, wo ich doch in der Pflicht stehe, noch dieses Jahr drei weitere Reefer-Modelle für meinen Freund Johannes abzuliefern. Da konnte es nur eine Füllarbeit sein, die ich so zwischenzeitlich realisieren konnte.
Und da schwebte mir schon seit geraumer Zeit der Gedanke im Kopf umher, die kleinen Petroleumlaternen auch für mich selbst in irgendeiner Weise einzusetzen, für die ich mal eine recht brauchbare Technologie der Herstellung entwickelt hatte. Dieser Gedanke wurde dadurch noch beflügelt, weil ich mit einem amerikanischen und auch einem Freund aus England über solche Laternen diskutiert hatte – und da kamen für mich natürlich nur die beleuchteten nach meiner Bauart in Frage!

Die Beschreibung, wie ich die Laternen herstelle, finden Sie hier – Petroleumlaternen
– leuchtend, in HO!
, wobei die Bildergalerie mit englischen Bildunterschriften möglicherweise sogar die bessere Anleitung sein könnte. Da habe ich versucht, die Herstellung in erster Linie anhand der Bilder zu erläutern, was mir mit langen Texten bei meinen etwas bescheidenen Englisch-Kenntnissen wohl nicht immer so gut gelingt.

Neue Laternen, ein paar weiße und ein paar rote ...

Da ich nach einem Video meinen Brakeman mit einer Handlampe ausstatten wollte, wusste ich, dass ich nach einem Video die Stromversorgung durch Bohrungen in Armen, Beinen und eine Aussparung im Rücken führen musste, was natürlich zu Farbbeschädigungen an der Figur führt, also habe ich meinen Englischen Freund im Visier, der mir mit seiner jüngsten Figurenbemalung einen Wink vermittelt hat. Ihm werde ich die Figur zur Nachlackierung schicken und als Dank bekommt er ein paar meiner Laternen geschenkt. Noch weiß er zwar nichts davon, aber ich habe schon mal mit ein paar solcher Laternen begonnen, einige rote und ein paar weiße.

... die hier in einer offenen Operation am Rücken meines Brakemans implantiert werden.

Und prompt habe ich dann beim Zusammenbau eine rote Laterne gegriffen, …

Und so sieht er aus, allerdings mit der falschen Laterne - rot statt weiß!
… so dass nun mein erster Brakemann ein rot leuchtende Laterne in der Hand hält. Auch wenn es nicht ganz so erscheint, sie leuchtet tatsächlich rot, und ist damit für den amerikanischen Eisenbahnbetrieb fast gar nicht geeignet.
Bei den anschließenden Diskussionen in allen US-Foren bietet sich für eine solche Figur mit einer roten Laterne nur eine einzige Verwendungsmöglichkeit an. Die Figur könnte für die Sicherung eines liegengebliebenen Zuges vom Caboose aus mit der Laterne nach hinten laufen, um so den liegengebliebenen Zug gegen möglicherweise nachfolgende Züge zu sichern und damit ein Auffahren zu vermeiden. Leider ist das eine Situation, die sich bei uns im Modellbahnbetrieb nie so recht ergeben wird, denn erstens läuft mein Mann nicht von allein, braucht dazu auch noch Strom und dann versuchen wir liegengebliebene Züge so schnell wie möglich wieder in Gang zu bringen. Da bleibt einfach keine Zeit, sich auch noch um rückwärtig einzusetzendes Sicherungspersonal zu kümmern! 

Die einzige Alternative – neu bauen und es ist auch schon entschieden, dass der Mann mit der falschen Laterne einen Job im Eisenbahnmuseum von Shelbyville bekommt, das in nächster Zeit seinen Betrieb wieder aufnehmen wird. Sie kennen Shelbyville und dessen Eisenbahnmuseum nicht? Hier gibt’s ein Hinweisschild und eine Vorschau auf dieses Eisenbahnmuseum, das seinen Betrieb wegen ausgelagerter Resourcen vorübergehend einstellen musste.

Also noch ein zweiter Versuch, nun ist's richtig! Mein neuer Mitarbeiter auf einem ziemlich alten Caboose. Ich sage immer, einer zum ''Spielen''!

Also ein neuer Brakeman, nun natürlich auch mit einer weiß leuchtenden Laterne in der Hand und so auf einem Caboose aufgestellt, dass er von der Plattform aus seine Signale geben kann.
Ich weiß, es gibt nun auch Anleitungen, wo solche Fuguren auch noch die Laterne schwenken, aber dazu hatte ich keine Lust, sollte es doch wirklich nur ein Spielzeug sein, noch dazu mit einem uralten Caboose von Roundhouse, der sich bestimmt auch schon an die 40 Jahre in meinem Bestand befindet. Also ziemlich grob und kaum Details, aber eben zum “Spielen” doch geeignet, zumal ich ein paar Details doch noch verbessern werde. Vielleicht wird es sogar noch Zugschlusslaternen aufgesteckt bekommen, dann hätte ich einen richtigen, vollwertigen (Fantasie-) Caboose. Denn dieses Modell ist absolut keine auch nur halbwegs der N&W zuzuordnende Bauart, also so richtig neben einer streng am Vorbild orientierten Modellbahnerei. Aber ich will ihn damit wie gesagt “Spielen” einsetzen und deshalb habe ich auch keines meiner dem Vorbild viel mehr entsprechenden Modelle dafür eingesetzt. Und wenn ich sage “Spielen”, dann meine ich das als Begleitfahrzeug für Güterzüge im Ausstellungsbetrieb oder wenn es mal so richtig ums Vergnügen Modellbahnerei geht!

Allerdings so ganz ohne jede Nacharbeit war dieses “Uralt-Modell” für mich dann doch nicht akzeptabel! Also ein paar zusätzliche Details angebracht, Sicherheitsketten, Entkupplungshebel, Bremsschläuche – und natürlich Zugschlusslaternen aufgesteckt!

Allerdings ein paar einfache Details musste dieser ''Uralt-Caboose'' dann doch bekommen, wenigstens das was man so auf den ersten Blick erkennen kann.  Letztendlich habe ich dann auch noch Zugschlusslaternen aufgesetzt, damit ist der Caboose für alle Zwecke einsetzbar - auch wenn es kein Vorbild bei der Norfolk and Western Ry. dafür gibt.

Damit wird das Modell so richtig universell einsetzbar, auch wenn die Zuordnung dieses Cabooses zur Norfolk und Western Railway für den seriösen Modellbahner ein Unding ist. Einen derartigen Caboose gab es bei der N&W ganz und gar nicht. Aber für die ernsthafte Modellbahnerei habe ich ja schließlich die beiden ersten hier beschriebenen Modelle zur Verfügung. Es sollte eben auch mal was zum “Spielen” entstehen, denn so richtig “ernsthaft” will ich mit dem Rangierer mit seiner beleuchteten Laterne natürlich gar nicht umgehen. Ist doch mehr und einfach für den Spaß gedacht!

Damit sieht der Caboose nun doch schon ganz ordentlich aus und die ursprünglich recht freie Beschriftung ist auch korrigiert. Ein bisschen Staub an den neuen, dafür aber richtigen Drehgestellen wird diese Arbeit abrunden.

Man sollte es von den Bildern der ersten Cabooses her erkennen, bei diesem Modell ist auch die Beschriftung ziemlich freizügig hergestellt worden. Aber da habe ich etwas korrigieren lassen und mit etwas Staub an den neuen Drehgestellen, die aber nun echte Caboose-Drehgestelle sind, ist damit an diesem Allerweltsmodell eigentlich alles zwingend Notwendige getan!

Noch ein paar Angaben für die technisch interessierten Leser:
Die Laterne wie auch die Zugschlusslaternen lassen sich mit je einem bi-stabilen Reedschalter per Magnet ein- und ausschalten. Die Schaltung enthält natürlich eine kleine Graetzbrücke, hat einen Kondensator mit 2200 my-Farad für 16 Volt, leuchtend damit sehr lange nach bei Störungen der Stromversorgung und die Spannung für die LED des Rangierers ist mit 16 kOhm gedimmt. Auch ganz schön viel und trotzdem leuchtet die kleine Laterne bei digitaler Stromversorgung um die 16 Volt immer noch ganz schön hell. Für die Zugschlusslaternen habe ich nur 12 kOhm eingesetzt und leuchten trotzdem nicht so hell wie die des Rangierers. Fragen Sie bitte nicht warum, vielleicht weil es zwei parallel geschaltete LEDs sind?
Etwas ganz Ähnliches, allerdings für den Batteriebetrieb hatte ich vor einer Zeit mal in einem kleinen Video zusammengefasst, hier ist der Link zu meinem YouTube-Kanal.

 
Zum Schluss soll es nun noch ein “Gruppenbild” meiner Cabooses geben, wobei meiner Meinung nach das Besondere bei den Schlusslaternen liegt.

Das sind nun all die drei Cabooses, die ich gegenwärtig mit train-end Laternen ausgestattet habe. Sieht doch schon ganz gut aus und ist sicher auch ein Hingucker! Und links auch noch der mit dem brakeman (oder Rangierer)!

Cabooses gibt es viele, gute und weniger gute Modelle, Industrie- wie auch Handarbeitsmodelle, aber mit leuchtenden Schlusslaternen sind es dann doch eine ganze Menge weniger. Und dass da auch noch ein Rangierer oder brakeman mit einer Laterne unterwegs ist, das ist nun wirklich ein seltener Fall. Ich würde mich freuen, wenn auch diese Kleinigkeiten Ihre Aufmerksamkeit bekommen.

Oder alle in Reih und Glied.

Wie Sie aus der Beschreibung dieses Artikels entnehmen können, der vierte Caboose ist ja schon “under construction” – mit Schlusslaternen natürlich!

 

 

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